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Phobiatic: Phobiatic

Volle Breitseite mit etwas mehr Abwechslung
Wertung: 8,5/10
Genre: Tech Death Metal
Spielzeit: 40:21
Release: 20.01.2017
Label: Bret Hard Records

Wer sich Phobiatic in den letzten Wochen und Monaten mal live ansehen bzw. -hören konnte, der wird sicherlich die leicht veränderte Kursrichtung der Tech-Death-Metaller mitbekommen haben, denn neben den wahrlich rasanten Schreddereien mit Blastbeat-Ausflügen mischen sich so manches Mal auch fast schon schleppend doomige Passagen unter, was nun allerdings nicht bedeutet, dass das Quartett dadurch an Brutalität verliert oder gar ausgewimpt aus den Boxen scheppert.

Ganz im Gegenteil, Phobiatic schießen noch immer aus allen Rohren und reihen ein Break nach dem anderen zu einer technisch ausgereiften Nahtoderfahrung zusammen und allein schon die dauerhaft tödlich derben Vocals von Sebastian Meisen (auch Frontmann bei den gerade nicht wirklich aktiven Warfield Within) sorgen dafür, dass man nicht auf den Gedanken kommt, die Truppe würde sich nun in die mitfühlende Bandtschüssrente verabschieden.

Bei solch einem derben Brett macht es dann auch nichts, dass man ein bisschen länger als geplant auf das etwas über vierzig Minuten lange, selbstbetitelte Album warten muss, war doch als erster Releasetermin Ende November schon nicht zu halten und auch der Dezembertermin konnte nicht verwirklicht werden – jetzt im Januar aber zeigt das Quartett der Wollmilchsau, wie man dem Frosch die Locken auf links dreht, den Spagat zum eigenen Vorgänger „Fragments Of Flagrancy“ meistert und eben die eine oder andere frische Idee einbringt.

Und gerade bei den neuen Ideen überraschen Phobiatic gleich auch am meisten. So mutiert der Rausschmeißer „Insomniac“ schnell zum Synonym dafür, dass Geschwindigkeit nicht eben ein Alleinstellungsmerkmal für Härte ist. Ein mit Gitarrenrauschen untermaltes, von den Keyboardanschlägen geführtes Intro leitet in einen schleppenden, manchmal gar doomigen Midtempo-Song über, das mystische Ende greift den Start auf und dazwischen gibt es deutlich variablere Vocals (klar, wenn man langsam vor sich hingrowlt, dann hat man eben auch mehr Spielraum) vor schneidenden Klampfen und sich auch weitestgehend zurückhaltenden Drums. Das hat man schon ein bisschen in „Scarecrow“ mitbekommen, denn auch hier sägt die Truppe aus dem Pott ungewöhnlich im Midtempo, der starke Melodienlauf konkurriert mit den weiterhin derben Vocals von Sebastian, die hier ein wenig variabler zum Einsatz kommen, was einem ja schon bei den Live-Verköstigungen positiv in Erinnerung haften blieb.

Ansonsten aber wird Rubbel-die-Katz immer wieder stark breaklastig jedweder Staub von den Kutte geblastet, ganz gleich ob beim Opener „Domination Matrix“ mit reichlich schleppenden Passagen und tighten Blastbeat-Eruptionen, der absoluten Vollbedienung auf die Zwölf wie in „Diplomatic Mitigation“ oder aber „Vulture“, eine volle Hackerei in doppelter Überschallgeschwindigkeit. Das zählt auch beim Titeltrack „Phobiatic“ als Aggro-Massaker vor dem Old-School-Tech-Death-Herrn oder auch der Highspeed-Sause „Who Among You“, die einen Refrain zum Mitgrölen in sich birgt.

Phobiatic bleiben sich somit einfach treu, das merkt man in jeder dissonanten Weltuntergangsvollbedienung, da sägt die Klampfe auch mal wie ein Schrapnell durch die eingerosteten Death-Metal-Lauschlappen, da rattern die Drums weiterhin wie Maschinengewehrsalven und auch Sebastian bringt mit seinen Growls jede siebte Sohle zum Einsturz. Und wer dann eben auch mal neben dem ganzen Geknatter nach ein bisschen Abwechslung Ausschau hält, der darf sich auch auf das verspielte Instrumental „Unconscious Perception“ oder die beiden schon aufgezeigten Midtempo-Nummern freuen. Wer im heimischen Underground nach den Tech-Death-Perlen sucht, kommt an Phobiatic nicht vorbei.

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