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Phaze I: Uprising

Ein solides Album
Wertung: 7/10
Genre: Progressive Black/ Thrash Metal
Spielzeit: 41:06
Release: 02.02.2014
Label: WormHoleDeath Records

Phaze I,  eine Band, von der die meisten vermutlich noch nichts oder vielleicht zumindest wenig gehört haben. Und das, obwohl die Band schon knappe zehn Jahre existiert und mit z.B. Dirk Verbeuren (Soilwork) nicht mal schlecht besetzt ist. Mit „Uprising“ veröffentlichen sie nun ihren zweiten Longplayer, gefüllt mit Progressive Black/ Thrash Metal. Nun ja, so Black-Metal-lastig ist der dann doch nicht ausgefallen (höchstens die Keyboards zur Sounduntermalung fallen darunter), jedoch fahren Phaze I trotzdem schwere Geschütze auf.

Von der ersten Minute an strotzen die Songs nur so vor Aggressivität und fräsen sich ihren Weg in die Gehörgänge. Fette Gitarrensounds gepaart mit den brutal gespielten Drums und einer gemeinen Stimme von Sänger Frank Potvin, welche von nachbearbeiteten Clean Vocals bis hin zu derben Screams reicht, bestimmen das Soundgewand. Es fällt jedoch sofort auf, dass die Songs sich größtenteils aufs Schlagzeug konzentrieren (Dirk Verbeuren liefert hier einen super Job ab!) und viel Potenzial meist ungenutzt bleibt: Die Gitarren beschränken sich leider meist auf solides Powerakkordriffing. Soli sucht man hier auch vergeblich, genauso wenig wie Refrains. Und auch die Stimme variiert (leider) in der Tonlage nur selten. Hier hätten die Songs noch viel weiter ausgeschöpft werden können.

Trotzdem ist „Uprising“ kein schlechtes Album. Die Songs sind trotz allem sehr vielfältig aufgebaut, wiederholen kaum Parts (was auch daran liegt, dass es schlicht und ergreifend keine leicht erkennbaren Refrains gibt) und gewinnen durch präzise Verwendung von Takt- oder Tempowechseln an Dynamik. Zudem wird in Songs wie z.B. „Double-Headed Beast“ durch den gezielten Einsatz von Chören und Keyboards eine dichte Atmosphäre und ein gewisser Tiefgang geschaffen, welches sich super in das Soundbild eingliedert. Dies lässt die Songs auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilig werden, so können den Songs immer wieder kleine Details abgewonnen werden, die einem beim vorherigen Hören vielleicht nicht so aufgefallen sind. Toll gelungen sind auch die ruhigeren Parts wie z.B. der Beginn von „Our Affliction“, nur um brachial beendet zu werden und anschließend wieder in ruhigeres Gefilde zurückzufallen. Dies wird nicht jedem gefallen, erzeugt aber eine Menge Energie und vor allem in Ergänzung mit komplexen Breakdown Rhythmen und der bereits angesprochenen Chor- und Keyboardeinsätze wird hier das Maximum an Intensität ausgeschöpft.

Mit „Uprising“ legen Phaze I ein solides Album vor, in welches Hörer von Progressive oder Thrash Metal definitiv einmal reinhören können, dem es jedoch in gewissen Punkten an Feinschliff mangelt und bei dem leider eine Menge Potenzial ungenutzt bleibt. Trotzdem wird hier großartige Atmosphäre geschaffen und eine Menge Energie erzeugt.

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