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Pet Symmetry: Vision

Wenig mitreißend und größtenteils vorhersehbar
Wertung: 6/10
Genre: Pop-Punk, Emo
Spielzeit: 30:33
Release: 26.05.2017
Label: Polyvinyl Record Company

Das Chicagoer Trio Pet Symmetry nimmt nicht alles ganz so ernst, das wird schon beim Bandnamen klar. Wenn man dann noch liest, dass die Herren live gerne mal in Hawaiihemden oder Black-Metal-Outfits auf der Bühne stehen, dann weiß man gar nicht mehr so recht, was man von der Truppe halten soll.

Woran man sich aber ein bisschen klammern kann, ist der Stil, der auf der aktuellen Scheibe „Vision“ vorherrscht. Größtenteils begegnen uns hier Pop-Punk- und Emo-Melodien, die leider etwas vorhersehbarer daherkommen als die Band es wahrscheinlich beabsichtigt hatte. Die ironische Herangehensweise, die die Truppe von sich selbst so proklamiert, wird dann höchstens offensichtlich, wenn man die Hintergründe zu einigen Songs kennt; so handelt „Lint Roller“ beispielsweise von dem Wunsch, eine faule Katze zu sein - ein Verlangen, das wir sicherlich alle nachvollziehen können und das die Band gleich einen Hauch sympathischer macht.

Musikalisch bieten Pet Symmetry hingegen nichts wirklich Neues. Schon der Opener „Everyone, If Anyone“ kommt schon so unbeschwert und sonnig daher, dass man die Combo unweigerlich an einem Sommertag auf dem Unicampus herumspringen sieht, ähnliches gilt für „Hall Monitor“, auch ein Song, der gut auf einen „American Pie“-Soundtrack gepasst hätte. Das dynamische „50%“ beinhaltet dann zwar ein paar coole Drumpassagen, kann aber insgesamt auch nur wenige Pluspünktchen einheimsen.

So ginge das sicherlich noch eine Weile weiter, wenn, ja wenn die Amerikaner nicht bei „St. John“ eine flottere Variante ihrer selbst ausprobiert hätten, da werden endlich rockigere Gitarren ausgepackt, der Gesang gerät ein kleines bisschen in den Hintergrund, was dem Song aber gar nicht mal schlecht zu Gesicht steht. Wieso die Herren diese musikalische Seite den Großteil des Albums ignoriert haben, bleibt schleierhaft; zumal mit „Eyesores“ gleich ein richtiggehend noisiger Track hinterher geschoben wird, der mit viel verzerrtem Gesang fast schon in die britische Indie-Rock-Szene passen würde und auf jeden Fall einen Pet-Symmetry-Anspieltipp darstellt.

Der vorübergehende Ausraster bleibt nur von kurzer Dauer, schon mit „Mostly Water“ haben die Herren sich wieder im Griff und fahren die Akustik-Pop-Punk-Schiene, die so viele andere US-Bands auch beherrschen – und zum Teil mitreißender, denn auch die Stimmen von Evan und Erik haben nicht unbedingt großen Wiederkennungswert. Schade ist das allemal, denn Pet Symmetry bringen eigentlich alle Zutaten mit, um ein wirklich gutes Album zu machen; da mag textlich Ironie vorherrschen und auch technisch haben die Jungs eine einwandfreie Grundlage, Gänsehaut- oder Begeisterungsmomente sucht man auf „Vision“ aber eher mit der Lupe.

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