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Perversity: Idolatry

Heftig, düster und brutal
Wertung: 9/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 35:21
Release: 03.04.2017
Label: Metal Age Productions

Die Veröffentlichung von „Idolatry“, dem aktuellen Werk der slowakischen Death-Metal-Band Perversity, war bereits Anfang März und liegt somit etwas zurück. Sträflich vernachlässigt wurde das gute Stück also eine relativ lange Zeit und zwar zu Unrecht, denn hier liegt ein durchaus gelungenes Stück Oldschool-Death-Metal vor, welches es mitnichten verdient hat, einfach in der Versenkung zu verschwinden. 

Auch wenn Perversity] bestimmt nicht zu den „Großen“ im Death Metal zählen, sind sie doch keine Neulinge im Geschäft, was die kontinuierlichen Veröffentlichungen seit 2003 belegen. Anfängerfehler würden bei einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Album also keinesfalls verziehen werden. Solche kommen allerdings auch nicht vor.

geben sich auf „Idolatry“ keine Blößen, sondern überzeugen während der gesamten Spielzeit von 35 Minuten mit massivem und düsterem Death Metal amerikanischer Prägung. Das Label gibt als Referenz für die Musik auf „Idolatry“ Immolation und Deicide an. Dem kann man sich im Grunde voll anschließen. Die Growls klingen eher nach Glen Benton als nach Ross Dolan, die düstere Grundstimmung des Albums erinnert dafür mehr an [Immolation. Nun sollte jeder Anhänger des Ami-Death-Metals zumindest eine ungefähre Vorstellung davon haben, was er oder sie auf „Idolatry“ erwarten kann. Es wird ordentlich der Knüppel ausgepackt und in Höchstgeschwindigkeit aufgespielt und selbst in den vergleichsweise langsameren Passagen bieten Perversity eine solche Wucht auf, wie sie viele etablierte Bands nicht zustande bringen. Definitiv eine Überraschung, was da aus der Slowakei auf die Welt losgelassen wird.

Was bereits beim ersten Durchlauf auffällt und auch nach mehrmaligem Hören weiterhin Bestand hat, ist die bereits erwähnte extrem düstere und fiese Grundstimmung, die sich zur musikalischen Aggression gesellt. Das Kreieren einer solch gelungenen Mischung der extremen Stimmungen kann man wohl nicht lernen, dies muss man zumindest im Ansatz schon von Haus aus in sich haben. Als Anspieltipp eignet sich eigentlich jedes Lied, denn alle zehn Nummern schenken sich qualitativ kaum etwas. Um dennoch einige hervorzuheben: „Inter-Sectioned“, „Altar Of The Swine“, „Necrobeast“, „Ibex Cult Orgy“. Und sind wir doch mal ehrlich: Songs mit solchen Titeln müssen einfach gut sein.

Fazit: Mit „Idolatry“ legen Perversity ein Top- Album vor, welches Anhänger des ganz düsteren und brutalen Death Metals begeistern dürfte. Die 35 Minuten vergehen wie im Flug. Fans der oben erwähnten Immolation und Deicide sollten unbedingt einmal reinhören, es lohnt sich. Für alle anderen, die wenigstens ab und an einmal extremeren Metal hören, ist das Antesten von „Idolatry“ aber auch keine Zeitverschwendung sein. Ein wirklich gelungenes Album, welches auch den Langzeittest besteht. Bitte mehr davon.

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