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Perpetual: Maze Of Chaos

Von Spanien mit Blick nach Schweden
Wertung: 7/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 34:38
Release: 21.11.2018
Label: Suspiria Records

Dem Bandnamen Perpetual begegnet man weltweit durchaus des öfteren, selbst Metal Archives listet zehn Bands dieses Namens auf. Um die Verwirrung da noch zu komplettieren, findet man dann in Spanien eben auch zwei Perpetuals, davon ist die eine aber schon seid dem Debütalbum aus dem Jahre 1994 nicht mehr in Erscheinung getreten. Bei den Chaos-Verfechtern hier handelt es sich um die in A Coruña beheimateten Death Metaller, die schon 2015 mit dem Debütalbum „Carving A Dismembered God“ erstmals auf sich aufmerksam machten, nachdem sie 2009 mit „Visions Of Death“ eine erste Demo in petto hatten.

Neun neue Tracks und eine knappe Spielzeit von nicht einmal vollen 35 Minuten, mehr haben die Spanier nicht zusammen gegrowlt, in der Kürze also liegt der Todesgeschmack und sicherlich nicht am Sound gespart, denn der drückt ungemein heftig und modern aus den Boxen, da wird der Death Metal eben ständig mit einer Spur amarthe Viking-Mentalität ausbaldowert.

Praller Sound, gelungene Tempiwechsel, da kann man sich dann auch nicht beschweren, so richtig gut aber werden Perpetual immer dann, wenn sie einen nicht unerheblichen Hauch an Black Metal einweben, wie z.B. im Titeltrack „Maze Of Chaos“, wo die Spanier wesentlich aggressiver einpeitschen und Hector fast schon furchterregend  growlt, faucht und shoutet. Aggressiv und böse halt. Zum Chorus hin verschleppen sie immer wieder das Tempo, knattern sonst aber volles Brezel los und hauen einem so den Mörtel aus den Mauerritzen. Auch das anschließende „Bloody Gathering“ gehört eher zu den Midtempo-Death-Nummern des Albums, zwischendurch darf dann aber eben doch wieder blackmetallisch die härtere Gangart aufgelegt werden, wobei insgesamt der schwedische Amon-Einfluss immer wieder spürbar ist.

Gerade letzteres macht ja schon der Opener „Do Not Allow Forgotten“ nach dem eher unspektakulären Intro deutlich, denn die Vorbilder sind omnipräsent, auch wenn Frontmann Hector deutlich variabler und auch viel böser growlen kann, die Gitarren aber weisen im Viking-Gestampfe eben locker nach Schweden. Dann doch lieber das mit spanischem Feeling ausgestattete „Flags Of Destruction“ oder eben das immer wieder rasend aufflammende „Misanthrophy“, welches recht straight und deswegen auch erfrischend durch die Gegend blastet. Viel eigenständiger zeigen sie sich ebenfalls im finalen „Lobotomy“ und zeichnen sich erneut durch das abwechslungsreiche Spiel zwischen derb schleppend Passagen und kontrollierter Knüppelei aus.

Die ganz großen Überraschungen bleiben zwar aus, dennoch haben die Spanier Perpetual mit „Maze Of Chaos“ ein gutes Album veröffentlicht. Na gut, vielleicht ein wenig weniger Amon Amarth wäre wünschenswert, aber das Quartett macht auch so keine Gefangenen und gerade die blackmetallischen Einflechtungen machen das zweite Studioscheibchen wirklich interessant. Fehlt eigentlich nur noch, dass sie sich auch mal in den deutschsprachigen Breitengraden live vorstellen.

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