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Perkele A Way out

Perkele: A Way Out

Perkele lassen die Straße tanzen
Wertung: 8/10
Genre: Oi!-Punk
Spielzeit: 30:18
Release: 04.10.2013
Label: Bandworm Records

Die schwedische Oi!-Punk-Band Perkele hat dieses Jahr guten Grund zum Feiern, denn immerhin steht ihr 20. Geburtstag an. Doch statt großer Jubelpartys begaben sich die Göteborger einfach mal wieder ins Studio und legen mit „A Way Out“ ihr immerhin schon elftes Album vor. Trotz der langen Geschichte der Band hat man immer wieder den Eindruck, dass zwar ein großes Interesse an dem Trio besteht, aber ein wirklicher Durchbruch nicht wirklich zustande gekommen ist, was sicher in erster Linie daran liegt, dass sich die Schweden auf den Bühnen recht rar machen. Mit dem Vorgängeralbum „Forever“ heimste man reichlich positive Kritik der schreibenden Zunft ein, wogegen einigen der Fans der Longplayer zu glatt wirkte.

Schon mit dem titelgebenden Song „A Way Out“ legen sich die Schweden ordentlich ins Zeug und bringen den ersten schnittigen Titel zu Gehör. Geändert hat sich nicht viel, Perkele präsentieren ihren altgewohnten, schnörkellosen Oi!-Punk, der trotz seiner Einfachheit zu faszinieren mag. Die Stimme klingt etwas rauer und dies setzt sich auch bei „Smash It“ fort. Hier geht man allerdings ein paar Schritte zurück. Der Titel könnte glattweg den Siebzigern entsprungen sein, hat Ecken, Kanten und eine gewisse Schroffheit, die sich positiv auf das Gesamtbild auswirken, wohingegen bei „Side By Side“ die Eingängigkeit deutlich mehr im Vordergrund steht und hier sicher wieder eine neue Live-Hymne kreiert wurde.

„Give Me Your Money“ ist eine amüsante wie zynische Abrechnung an Neider, die mit einer netten Portion Selbstironie einher geht. Und wenn man schon beim Vorwurf des Mainstream ist, zeigen Perkele mit „Dancing Boots“, wie ihre Partys aussehen und nehmen auf diese mit. Dies ist immer noch die Musik der Straße, die teilweise sicher sehr simpel wirkt, aber eben doch nicht ihre Wirkung verfehlt. Die Texte schließen sich der Schlichtheit der Kompositionen an. Klare einfache Ansagen auf und um das Leben, die sicher ebenfalls nicht literaturpreisverdächtig sind, aber wie zum Beispiel bei „He Loves Violence“ eine Message bergen.

„Leave Me Alone“ verfügt wieder über dieses unglaublich raue, stampfende, treibende und wütende, was den Hörer fast schon tranceartig mitreißt. Allerdings ist dies nur die Ruhe vor dem Sturm, denn mit “Dedicate To Nothing“  lassen es Perkele nochmal richtig knallen. Die Riffs fliegen deutlich härter um die Ohren, als bei jeden anderen Titel des Albums. Die Wut und der Zorn finden einen schreienden Ausgang. Man muss durchaus zugeben, dass die Schweden in letzter Zeit selten mit einer dermaßen aufwühlenden Aggressivität ans Werk gingen, was man gerade bei einem solchen Titel durchaus bedauert, da sie hier noch mehr die Hörerschaft packen können. „Above You All“ ist der letzte der zehn Songs, die wieder durchweg recht kurz gehalten sind.

Perkele zeigen sich auf „A Way Out“ in Höchstform. Griffe Songs mit eingängigen Melodien, die zum Ohrwurm werden, stehen kantigen Titeln gegenüber, die aufwühlen und ebenso mitnehmen. Dies ist einfacher und einfach guter Street-Punk, der die Fans der Schweden auch weiter auf den Straßen tanzen lassen wird.

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