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Pathfinder: Beyond Space, Beyond Time

Filmmusik, Beethoven und Power Metal!
Wertung: 8/10
Genre: Symphonic Power Metal
Spielzeit: 71:44
Release: 18.03.2011
Label: Sonic Attack Records

Pathfinder stammen aus dem eher von Death-Metal-Bands dominierten Polen, doch wer hier brutale Riffs, schnelle Blastbeats und tiefe Growls sucht, ist bei diesen Polen völlig falsch - uns erwartet moderner und sehr melodischer Symphonic Power Metal.
Der Output „Beyond Space, Beyond Time“ ist mit 14 Tracks und rund 70 Minuten Spielzeit ein ziemlich langes und umfangreiches Album für Debütanten. Allerdings gibt es zwei einminütige Interludes und ein Outro. Der Titeltrack ist mit über zehn Minuten jedoch schon ein kleines Epos.

Die Klänge von Pathfinder erinnern teilweise an klassische Musik, sowie an epische Soundtracks eines Hollywood-Blockbusters, verpackt im Metalgewand. Der dreigegliederte instrumentale Opener „Deep Into That Darkness Peering…“ des Albums erinnert vielleicht am meisten an Filmmusik, der Mittelteil „Coma“ des Intros erinnert zeitweise stark an den Soundtrack zu „Pirates Of The Carribean“.

Der erste Song des Albums heißt „The Wispers Of Ancient Rocks“, dieser ist im Uptempo gehalten - mit einer nahezu durchgängigen Doublebass, starken Gitarrenriffs und einer vergleichsweise dunklen Gesangsstimme im Gegensatz zum restlichen Album. Der Song besticht auch durch gute Keyboard-Arrangements, die an einigen Stellen für soundtechnische Überraschungen sorgen. Der Song ist ein sehr guter Wegweiser für die verbleibenden Lieder.

Nach einem kurzen Intermezzo „Vita reducta: Through The Portal“ geht es weiter mit dem Song „Pathway To The Moon“, der von Keyboarder und Pianist Slavomir Belak mit einem Stück von Ludwig van Beethoven eingeleitet wird. Des Weiteren wartet der Song mit tollen Gesanglinien und starken Gitarrenläufen auf. Auch dieses Lied ist überwiegend im Uptempo komponiert, jedoch wird es immer wieder durch musikalische Spielereien unterbrochen, die jedoch weder das Tempo noch den Hörspaß nehmen. In den Solo-Parts, wie auch im gesamten Album „Beyond Space, Beyond Time“ spielen sich die Gitarristen und ebenfalls der permanent präsente Keyboarder die Bälle geschickt zu, sodass jeder sozusagen zum Zug kommt um sich und sein Können präsentieren kann. Gastmusiker auf „Pathway To The Moon“ ist Matias Kupiainen von Stratovarius, der ein Gitarrensolo beisteuert.
 
Die weiteren Songs sind stilistisch ähnlich, die Handschrift von Pathfinder sticht immer hervor. Erwähnenswert ist allerdings noch die romantisch-ruhige Ballade „Undiscovered Dreams“ – ein Duett zwischen Sänger Simon Kostro und Sopranistin Agata Lejba- Migdalska. In diesem Stück stehen die zwei Stimmen quasi im emotionalen Dialog. Den Hörer erwarten gefühlvolle, sehr starke und kräftige Gesangsleistungen, die mehr als nur vorzeigbar sind. Der Track ist musikalisch sehr ruhig, er wird von Keys und Violine dominiert. Aufgrund dieser Instrumentierung fällt dieser Song am ehesten aus dem Konzept von Pathfinders Album „Beyond Space, Beyond Time“, dies ändert jedoch nichts daran, dass es sich hierbei um ein klasse Lied handelt, welches vor allem durch den grandiosen Gesang besticht.

Den fulminanten Abschluss bietet der Titeltrack. Der Song bietet uns noch mal alles, was das Album ausmacht: extrem weitgefächerte Gesangsleistung, auch von Gastsänger Roberto Tiranti (Labyrinth) und inzwischen schon gewohnt starke Gitarrenarbeit mit wunderbaren Melodien, die sich in Instrumental-Abschnitten Soli hingeben können. Ein Keyboardsolo von Bob Katsionis von den Griechen Firewind setzt dem ganzen Album die Krone auf.

Besonders auffällig am Stil von Pathfinder ist der permanente Einsatz von Keyboard-Arrangements. Die Spuren sind gut produziert, es handelt sich hier nicht durchgängig um einfache Midi-Spuren, ganz im Gegenteil. Die Streichersamples wurden auf vier Stücken von einem Violinistin eingespielt, dadurch gelingt Pathfinder ein natürlich wirkender Sound.

Alles in allem lässt sich sagen, dass die Band aus Polen mit „Beyond Space, Beyond Time“ ein Debutalbum der Spitzenklasse aufweist, das eindeutig hörenswert ist. Respekt vor dieser Leistung – ein Muss für alle Fans dieses Genres!

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