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Parzival: Urheimat

Eschenbach würde sich wundern ...
Wertung: 4/10
Genre: EBM/Rock
Spielzeit: 50:36
Release: 25.03.2011
Label: VME Group

Liest man Bandname und Titel des Albums, könnte man von einer deutschen Band ausgehen, doch weit gefehlt. Auch könne man sich vorstellen, dass es sich um eine weitere Mittelalterband handelt - noch weiter gefehlt. Bei Parzival dreht es sich um eine EBM-Rock-Band aus Dänemark mit russischen Wurzeln. Diesen Wurzeln und dem Drang deutsch zu singen, ist es auch geschuldet, dass teilweise sehr schwer zu verstehen ist, warum es in den Songs geht.

Musikalisch erinnert das Dargebotene an Laibach, Rammstein und Die Krupps, allerdings hat man sich im Vergleich mit ersteren etwas zu sehr festgebissen, während Till Lindemanns Stimme an vielen Ecken einfach zu sehr kopiert wird. Es ist immerhin das fünfte Album der Musiker, sodass man meinen könnte, ein eigener Stil müsste längst da sein. Hier in Deutschland ist die Band Parzival auf jeden Fall bisher ziemlich unbekannt, was eventuell mit der vorliegenden Scheibe erklärt werden kann.

Keiner der vorliegenden Songs fesselt so sehr, dass er erneut gehört werden muss, und auch wenn das Album seine zweite und dritte Schleife zieht, ändert sich nichts daran. Die Stimme des Sängers Dimitrij Bablevskij wirkt aufgesetzt böse und unauthentisch tief und entbehrt ansonsten jeglicher Emotionen - so kann auch beim Hörer kein Funken überspringen.

Die Melodien, wenn sie mal außergewöhnlich beginnen, werden durch die Stimme einfach übertüncht und auch die Zuhilfenahme einer weiblichen Stimme im sechsten Song „Der Geist Des Barons“ macht das Ganze nicht besser. Wolfgang von Eschenbach, der die Parzival-Sage damals aufgeschrieben hat, würde sich sicher im Grabe umdrehen, wenn er durch Zufall dieses Album anhören müsste.

Mit EBM hat die Platte auch eher wenig zu tun, zwar wird zu den Gitarren industrieller Klang hinzugenommen, aber so wirkt es eher wie etwas Halbes und nichts Ganzes. Man möchte nach dem Intro „Zeit 0“ noch durchatmen und sich sagen, dass es besser werden wird, aber das wird es über die gesamten dreizehn Songs nicht. Es ist nicht einmal so, dass die Songs schlecht aufgenommen sind, denn hier wurde saubere Arbeit geleistet. Kaputt gemacht wird es, sobald die Stimme Dimitrijs erklingt. „Leben Ist Fabrik“ ist auch wieder ein gutes Beispiel, dass die Band ganz sicher nicht weiß, was ihr Ding ist. Die Einflüsse Laibachs sind extrem in der Melodie erkennbar, die Stimme könnte direkt aus Berlin von Rammstein sein. Schade, dass nach zehn Jahren Musikgeschäft so ein Album entstehen muss.

Durch die wenig abwechslungsreichen Melodien kommt spätestens beim vierten Song Langeweile auf. Das muss doch nicht sein. Seid authentisch, seid ihr selbst, möchte man der Band zurufen.

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