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Parzival: Die Kulturnacht

Inspirationslos und flach
Wertung: 3/10
Genre: Martial Industrial / Gothic / Filmmusik
Spielzeit: 52:29
Release: 14.01.2013
Label: Euphonious / VME

Die Dänen-Russen von Parzival schlagen wieder zu. Bereits das siebte Album haut die Band nun raus. Abermals konzentriert man sich auf bombastische Melodien aus den Bereichen Gothic, Klassik und Filmmusik. Im Vergleich zu den Vorgängeralben hat man sich von der elektronischen Musik fast vollständig abgewendet. Lediglich viele Instrumente kommen noch aus der Dose, die Rhythmik verrät aber nichts mehr von der Vergangenheit der Truppe.

Die Combo bezeichnet sich selbst als von Wagner und ähnlichen großen Komponisten inspiriert. Ein gewisser Bezug lässt sich auch tatsächlich nicht leugnen. Das Verhältnis ist nur ungefähr so, als würde ein kleiner Ziegelstein die Pyramiden als Vorbilder angeben – das mag schon richtig sein, aber dennoch haben die beiden nicht viel gemein.

Parzival konstruieren mit „Die Kulturnacht“ ein minderwertiges Pseudo-Klassik-Gothic-Filmmusikverschnittalbum, welches nur knapp den Wert der Scheibe auf dem die Musik enthalten ist, übersteigt.  

Die Arrangements sind tatsächlich bombastisch (auf diesen Ausdruck scheint die Gruppe besonderen Wert zu legen). Das war es dann aber auch schon. Von nur als Beispiel aufgeführten Spannungsbögen scheint keines der Gruppenmitglieder jemals gehört zu haben. Völlig monoton plätschert ein einschläfernder Song nach dem anderen vor sich hin und wenn man nicht aufpasst, dann bemerkt man gar nicht, an welcher Stelle der eine anfängt und der andere aufhört. Wer bitte verlegt so was?

Grundsätzlich beweisen Parzival schon kompositorisches Geschick. Allerdings reicht das nicht für fesselnde Lieder, die den Hörer ansprechen. Für filmmusikalische Zwecke wären die Kreationen der Dänen mehr als nur geeignet, aber als Album auf CD ist der Eindruck eher jämmerlich. Der Autor dieser Zeilen quält sich nun zum wiederholten Male durch das Werk, um Anspieltipps zu fixieren. Das Ergebnis bleibt immer gleich. Jeder Titel auf der Scheibe ist gleich wenig aussagekräftig und repräsentativ. Dem Leser bleibt es also selbst überlassen, welches Lied er oder sie nimmt, um sich von der Qualität der Produktion zu überzeugen.

Eigentlich sollte nun die Feststellung folgen, dass niemand das Teil braucht. Tatsächlich hat es die Combo aber immerhin schon zweimal zum Wave Gothic Treffen geschafft, und das zeugt doch davon, dass es Menschen gibt, die sich diese „Musik“ freiwillig antun. Gut, es gibt auch Menschen die freiwillig mit Dieter Bohlen schlafen. Beides muss man nicht verstehen.

Schade ist die ganze Produktion vor allem wegen der ganzen darin verwickelten Profimusiker. 37 ausgebildete Musiker und ein Chor werden als Mitwirkende angegeben. Leider kann man von diesen Profimusikern nur allzu wenig hören. Vielleicht hätte man diesen ein Mitspracherecht einräumen sollen.

Wer auf Filmmusik und Plastikklassik steht, der darf gerne reinhören, alle anderen sollten Abstand halten.

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