Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Paranoid Android: Paper God

Das ist zu wenig
Wertung: 3/10
Genre: Future New Wave
Spielzeit: 58:45
Release: 05.11.2010
Label: Platte37

Bei Paranoid Android handelt es sich nicht um einen Song von Radiohead, sondern um drei Elektro-Rocker. Guido Vortex, der der Band seine Stimme leiht und der für die Gitarrenriffs verantwortlich ist, Orlando Belfordt (Bass) und Mark E. Carter (Keyboards, Programming) machen das Trio komplett. Ihr Kennzeichen sind dunkle Sonnebrillen und mag der eine oder andere nun an Blues Brothers denken, liegt er vollkommen falsch. Es handelt sich um eine Mischung aus Wave, Rock und Elektro, stark beeinflusst durch Bands wie Depeche Mode, The Cure und Sisters of Mercy.

Bietet das neue Album also nur eine schon dagewesene Mischung aus den oben genannten Bands und inwieweit gelingt es, elektronische Einflüsse mit Gitarren zu mixen? Paranoid Android präsentieren mit ihrem Album „Paper God“ insgesamt 13 Tracks und mit den Vorbildern haben sie sich sehr viel vorgenommen.
 
Song Nummer eins „Friendly Days“ beginnt langatmig und die Mischung zwischen Gitarre und elektronischen Einflüssen gelingt leider gar nicht, der Song nervt und auch die Stimme des Sängers Guido Vortex scheint wenig Erfahrung vorzuweisen. Unsaubere Aussprache des Englischen kommt leider noch hinzu. Ein sehr blecherner Einstieg in ein Album. Das kann doch nur besser werden, oder? Doch leider ist auch der zweite Song weit weg von den Vorbildern und noch weiter weg vom Wave Charakter. Guido macht mit den Versuchen seine Stimme eigenständig zu verzerren alles noch viel schlimmer, so dass durchweg kaum ein Ton getroffen wird. „Forever“ geht schon mehr in die Richtung Future Wave, wie Paranoid Android ihren eigenen Stil bezeichnen, jedoch fallen auch hier die Schwächen des Sängers auf. Wenig Melodie, die dann von den Instrumenten teilweise überschattet wird. Es ist teilweise tragisch, was mit der englischen Aussprache passiert.

Die Aufnahme hat allgemein wenig Tiefe und selbst mit dem richtigen Receiver und guten Boxen erscheint „Paper God“ immer aus billigen Computerboxen zu kommen. Übel für eine Band, die die Zukunft einfangen, bzw. diese transportieren will. Das, was dabei rausgekommen ist, ist eher ein Spiel im Kinderzimmer.

„We Are Like Stars“ klingt dann wieder wie die ersten Songs und auch der Titelsong „Paper Song“, welcher hoffnungsvoll mit tiefen Gitarren und Bassklängen beginnt, wird durch den Einsatz des Sängers zerstört. Die Synthesizer, die dann übernehmen und dann vom Keyboards überrannt werden, schaffen es, dass kein Gefühl für einen zusammengehörigen Song aufkommt. Es ist eher so, dass dieser Song aus vielen kleinen Einheiten besteht. Es ist eine Überwindung die CD im Player zu lassen und doch siegt die Hoffnung, dass das nicht alles sein kann.

Aber es tut schon weh zu sagen, dass es nicht besser wird, keiner der 13 Songs zeigt mehr Potential, die Töne werden oftmals nicht einmal annähernd getroffen, die Soundqualität bleibt durchweg gleich (schlecht) und jeder Fan des Elektro-Genres wird sich schütteln. Die Vorbilder... nein, besser nicht über deren Reaktion nachdenken.

Um nicht nur negativ zu bleiben, soll die Textqualität angesprochen werden, die gar nicht schlecht ist. Paranoid Android beschäftigen sich mit Sozialkritik und haben sich beim Texten wirklich Mühe gegeben. Sie schaffen es sich nicht ständig zu wiederholen, leider hat sich das nicht auf die Musik ausgewirkt.

comments powered by Disqus

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17