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Paradise Lost: Paradise Lost

Auf dem Weg zu alter Stärke
Wertung: 8/10
Genre: Gothic Metal, Gothic Rock
Spielzeit: 47:48
Release: 24.11.2006
Label: GUN Records Musikproduktions GmbH

Kommen wir nun also - wie versprochen - zum zweiten Teil unserer kleinen Paradise Lost - Reihe, anlässlich des am 24. November erschienenen 2in1 Bundles bestehend aus den letzten beiden Alben der Band “Symbol Of Life” und “Paradise Lost”. Nun ist es auch endlich an der Zeit das noch aktuelle, selbstbetitelte Album der Briten näher zu betrachten.

In der Zeit zwischen Januar und Juni 2004 begaben sich Paradise Lost wieder unter der Regie des Produzenten Rhys Fulber (u.a. Fear Factory) ins Studio, um einen adäquaten Nachfolger zu „Symbol Of Life“ einzuspielen. Kurz zuvor stieg der langjährige Drummer und Sympathieträger Lee Morris aus und wurde von Jeff Singer ersetzt, doch dies brachte die Band nicht aus der Ruhe, so dass man mit dem selbstbetitelten Album ein weiteres, gutes Album aus dem Hause Paradise Lost vernehmen durfte.

Wie die wieder langgewachsenen Haare der Herren Holmes und Mackintosh schon vermuten ließen, hatte die Band auch diesmal wieder Lust auf harte Riffs und dementsprechend blieben musikalischen Quantensprünge aus. Die Band knüpfte mit „Paradise Lost“ - übrigens auch der umgekehrte Name des Debüts „Lost Paradise“ - an das Erfolgsrezept des Vorgängers an, mit der kleinen Abweichung, dass man die Elektronik noch weiter in den Hintergrund verbannte.

Mit dem Opener „Don‘t Belong“ gelang der Band auch gleich der erste Geniestreich des Albums. Nach einem wunderschönen Klavier / Streicher Intro, unterlegt mit Nick Holmes wunderschöner Stimme, explodiert der Song durch seinen genialen Rhythmus und steigert sich bis zum Ende hin, von Sekunde zu Sekunde. Das folgende „Close Your Eyes“ hingegen ist simpler gehalten, aber dank des Refrains ein absoluter Ohrwurm. Und dieser Ohrwurm bleibt kein Unikat auf „Paradise Lost“, sondern mit dem intensiven „Grey“ und „Forever After“ (dem kleinen Bruder von „Erased“) folgen gleich zu Beginn noch zwei weitere.

“Sun Fading”, “Spirit“, “Shine” und “Laws Of Cause” können diese extrem hohe Qualität dann leider nicht ganz halten und kommen über ein schlichtes “in Ordnung” nicht hinaus, was allerdings auch nicht allzu tragisch ist, schließlich gibt es mit “Over The Madness” und “All You Leave Behind” noch zwei tolle Songs zu hören.

Fazit: “Paradise Lost” ist ein wirklich gutes Album, allerdings kommt es in seiner Gesamtheit nicht ganz an “Symbol Of Life” heran, welches doch noch etwas überzeugender war. Trotzdem befinden sich Paradise Lost immer noch auf dem Weg zu alter Stärke und die Vorfreude auf ein hoffentlich bald erscheinendes neues Album ist zumindest bei mir riesig.

Gesamtfazit zum 2in1 Bundle: Wer beide Alben bereits besitzt, der braucht dieses Bundle nicht, da leider auf jegliche Bonustracks verzichtet wurde. Aber der Sinn dieser Sache ist doch vielmehr ein nettes Präsent zur Weihnachtszeit auf den Markt zu werfen und unterm Tannenbaum macht sich dieses sicherlich prächtig!

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