Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Parade Ground: Rosary

Manche werden es lieben, die meisten werden es für Schrott halten und nichts damit anfangen können
Wertung: 99/10
Genre: Industrial, Electronic
Spielzeit: 71:34
Release: 02.07.2007
Label: Sleepwalking

Parade Ground? Da klingelt doch was! Wenn ich noch mal ganz weit hinten in meinem Gedächtnis krame, dann sagt mir dieser Bandname doch etwas – und ja, es handelt sich hier tatsächlich um die Parade Ground aus Belgien. Genau die beiden Brüder Pierre und Jean-Marc Pauly, die auch schon die Vocals für „Up Evil“ von Front 242 geschrieben haben, veröffentlichen mit „Rosary“ nun ihr erstes richtiges Album.

Gegründet wurde diese Formation bereits 1982. In den Achtzigern wurden dann zahlreiche Tapes und 12-Zoll-Platten veröffentlicht, von denen man „Cut Up“ evtl. als Debüt-Album ansehen könnte. In den Neunzigern hörte man rein gar nichts von Parade Ground, bis dann erst 2007 mit einer Zusammenstellung von Live-Aufnahmen ein neues Lebenszeichen zu vernehmen war.

Aber für das richtige, als CD erschienene Album „Rosary“ hat man sich auch etwas ganz Besonderes einfallen lassen – die CD beginnt mit dem Intro „Rosary I“, welches in den ersten „richtigen“ Song „Windfall“ einleitet. Auf diesen folgt ein zugehöriges Outro namens „Rosary II“, welches aber zu dem nächsten Song „In The Line Of Fire“ wiederum als Intro fungiert. So wird dieses Schema auf der ganzen CD beibehalten, es empfiehlt sich also, diese CD in einem Stück anzuhören und nicht einzelne Songs herauszupicken. 30 Songs sind insgesamt auf der CD, 15 „richtige“ Stücke und eben „Rosary I“ bis „Rosary XV“.

Aus diesem Song einzelne Songs zu beschreiben, wäre nicht sehr sinnvoll, sodass man lieber die gesamte Klangkulisse umreißt – oftmals vermitteln dumpfe, abgedämpfte Drums (besonders bei „Happy At All“) eine mysteriöse Atmosphäre, die schon mal an die Original-Folgen von Raumschiff Enterprise erinnern kann.

Wind-ähnliche, pfeifend-rauschende Geräusche, die eine Gänsehaut vermitteln und in jeden nervenzerreißenden Gruselstreifen passen würden, findet man ebenfalls recht oft (beispielsweise bei „Naked“).

Natürlich wird auf der CD auch – irgendwie zumindest – gesungen. Teilweise erinnern mich diese, gern auch orientalisch anmutenden Stimmen („Another Week“) an eine Weltuntergangsstimmung, die ihresgleichen sucht.

Diese CD wird definitiv polarisieren, allein schon wegen der seltsamen Musikrichtung. Manche werden es lieben, die meisten werden es für Schrott halten und nichts damit anfangen können. Ich kann es zumindest nicht, ich weiß noch immer nicht wirklich, wie ich über dieses Werk denken soll – mir persönlich gefällt es nicht, aber vielleicht ist es ja ein Geniestreich des Genres – wenn es hierfür überhaupt ein Genre gibt.

Ich würde der CD 4 Punkte geben, doch aufgrund den geschilderten Umstände, verzichte ich lieber auf eine endgültige Wertung.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna