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Panzerchrist: Regiment Ragnarok

Volle Breitseite
Wertung: 6/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 45:47
Release: 18.04.2011
Label: Listenable Records

Old School Death Metal, diese vier Worte schießen einem unweigerlich sofort in den Kopf sobald die ersten Töne von „Regiment Ragnarok“ erklingen. Mit dieser ersten Analyse liegt man dann auch noch goldrichtig, denn auf den nächsten zwölf Songs wird man nichts anderes zu hören bekommen als rauen, fiesen und aufreibenden Death Metal.

Panzerchrist konzentrieren sich auf das Wesentliche, ultraschnelle Blastparts, Schreddergitarren und Growls in verschiedensten Varianten. Das Songwriting der Band fällt recht extrem aus, neben der enorm hohen Geschwindigkeit zeichnet sich vor allem der Drummer immer wieder für vertrakte Kunststücke verantwortlich. Ähnlich verhält es sich mit den Gitarren. Während „Panzer Regiment Jylland“ fabrizieren diese ein wahres Feuerwerk an Stops in höllischer Geschwindigkeit. Es fehlt dem Album nicht an Rhythmus, man muss nur ein wenig genauer hinhören. Leider übernehmen die Gitarren allgemein eher die Funktion eines Rhythmusinstruments und die melodische Gestaltung, wenn man denn so will, bleibt zum großen Teil alleine am Frontmann hängen. Dieser agiert auch äußerst flexibel und zeichnet sich durch eine hohe Bandbreite an Stimmlagen aus.

Textlich ist bei Panzerchrist nicht viel zu holen. Fast ausnahmslos werden irgendwelche Kriegsthemen behandelt. Das ist aber inzwischen weder recht interessant, noch hat die Gruppe damit eine Nische gefunden. Auch wenn Kriege, Schlachten, Panzer und Waffen wie für den Death Metal gemacht sind, so wurden genau diese Themen nun wirklich schon bis zum mehrfachen Erbrechen behandelt. Auch wenn man die Texte praktisch nicht versteht nervt dieser Aspekt noch ungemein. Vor allem gibt es Bands, die dieses Thema ernsthafter und mit mehr Atmosphäre behandeln. Eastern Front seien hier kurz erwähnt.

Der Sound der Scheibe ist durchaus als gut zu bezeichnen. Neben druckkräftigen Bässen finden auch glasklare Höhen einen Platz im Soundraum. Die Gitarren agieren in den Mitten und es wurde bei ihnen auch auf Halleffekte oder dergleichen fast vollständig verzichtet. Nur so konnte erreicht werden, dass all diese schnellen Anschläge auch noch hörbar bleiben, ohne dass alles zu einem einzigen Brei wird. Den Drums wurde bei den Recordings auch viel Zeit gewidmet. Auch hier überzeugt der Tatbestand, dass nirgends irgendwelche Effekte verbaut wurden, die alles zermatschen würden. So klingt die Schießbude knackig und frisch. Die Vocals klingen dagegen teilweise etwas indifferenziert. Manchmal heben sie sich schlicht und ergreifend zu wenig von der Musik ab.

Interessant ist die Scheibe für alle, die auf volles Geballer stehen. Wem es nicht schnell und brutal genug sein kann, der ist hier spitzenmäßig beraten. Wann immer der Anspruch auf einen gewissen Anteil an Melodie besteht, sollte man vorsichtig sein. Diesem Anspruch wird „Regiment Ragnarok“ schon sehr früh nicht mehr gerecht.

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