Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Panzerballett: X-Mas Death Jazz

Wer noch kein Weihnachtsfan ist, wird es durch die Platte sicherlich auch nicht
Wertung: 5/10
Genre: Jazz Metal, Progressive Metal
Spielzeit: 69:14
Release: 24.11.2017
Label: Gentle Art Of Music

Zugegeben, die Weihnachtszeit ist schon eine ganze Weile her beziehungsweise rückt schon wieder fast in sicht- und fühlbare Nähe, immerhin lagen letztes Jahr bereits im September die ersten Lebkuchen in den Supermärkten parat. Bei den derzeitigen Außentemperaturen mag man aber noch so gar nicht an die „stille Zeit“ denken – und wenn man sowieso kein Weihnachtsfreund ist, kann man sich gleich noch das bereits letztjährig erschienene Panzerballett-Weihnachtsalbum „X-Mas Death Jazz“ anhören, das genauso schräg klingt wie der Titel vermuten lässt.

Für Prog-Fans sind Panzerballett wahrscheinlich der heilige Gral: Allesamt studierte, ja teils mit Preisen ausgezeichnete Musiker unter dem Kommando von Gitarrist Jan Zehrfeld, die sich in einer komplexen Mischung aus Jazz, Metal, Funk und Rock ergehen. Das mag an sich für Otto-Normal-Metalhörer schon etwas anstrengend sein, die hier vorliegende Weihnachtskomponente zwingt den Hörer aber vollends in die Knie.

Da selbst Panzerballett ein Weihnachtsalbum schlecht komplett instrumental bestreiten können, wurden rasch noch einige Gastsänger ins Boot geholt, wobei vor großen Namen nicht zurückgeschreckt wurde: Steffen Kummerer von Obscura, Evanescences Jen Majura, Mike Keneally (Frank Zappa) und der bei Freak Kitchen und Steve Vai in Lohn und Brot stehende Matthias Eklundh werden zwar nur sporadisch eingesetzt, tragen aber deutlich zum metallisch-proggigen Sound bei. Wer mit den Stimmen nichts anfangen kann, findet am Ende der Tracklist noch vier Instrumentalversionen als Bonus…

Man kann nicht sagen, dass die Truppe sich beim Arrangieren der Lieder keine Mühe gegeben hätte. Überraschenderweise erkennt man die meisten Songs trotzdem noch oder kann sie zumindest erahnen – tatsächlich machen die Herrschaften auch vor dem totgehörten und mittlerweile weltweit verhassten „Last Christmas“ nicht Halt. Wirklich aufwerten können aber auch Panzerballett das Stück nicht.

Irgendwie spannend, wenn auch sehr skurril fällt dann „Es kommt bald“ positiv auf, das zumindest durch den Gesang einen Hauch Metal versprüht, auf die Dauerplaylist würde aber auch dieser Track es nicht unbedingt schaffen. „Let It Snow“ wirkt dann fast bieder im Gegensatz zum Rest der Platte, das Ganze hat ein bisschen Queen-Atmosphäre, ein Schmunzeln und Kopfnicken kann man sich da aber nicht verkneifen – ein Anspieltipp ist der Platte also schon mal sicher.

Insgesamt ist „X-Mas Death Jazz“ sicherlich ein streckenweise spannendes Experiment, das aber sicherlich nicht in meiner Favoritenliste landen wird. Zu schräg und zu speziell kommen die meisten der zwölf Stücke daher, die sich auf fast 70 Minuten Spielzeit erstrecken. Für Fans der Band (und Fans von Weihnachten?!) ist die Platte aber sicherlich interessant.

comments powered by Disqus

Bundeswehr-Musikkorps und U.D.O. für den guten Zweck

Delirious und Terrorblade im Rausch der Kanalfahrt

Darkness Drummer Lacky beim Selbstversuch mit dabei