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Pantheist: Journey Through Lands Unknown

Eine Reise durch Licht und Schatten
Wertung: 5/10
Genre: Experimental Doom Metal
Spielzeit: 62:45
Release: 19.11.2008
Label: Firedoom Music / Firebox

Was im Jahre 2000 noch als Musikkonzept begann, führte für die Briten zunächst zu einem zwei Alben umfassenden Deal mit dem finnischen Label Firebox Records, mithilfe dessen Abteilung Firedoom sie nun ihr drittes Album „Journey Through Lands Unknown“ veröffentlichen.

Ein Zug fährt ab, das ist das erste, was man im ersten Stück „Deliverance“ zu hören bekommt. Es wird nebst Synthie-Spielereien sehr auf Stimmung gesetzt. Jedoch erkennt man sofort das Manko, als da wären die Cleanvocals, die irgendwie nicht wirklich in den Gesamtsound passen wollen. Dadurch, dass hier alles zu sehr auf den experimentellen Aspekt gepolt wird, geht der Doom-Flair etwas unter. Man hätte es nicht erwartet, doch selbst ein kurzer Ausflug in die schnellen Sphären des Black Metal wird einem hier geboten. Ein absolutes No-Go ist diese schrecklich klingende Hammond-Orgel, die wie ein Fremdkörper wirkt. Auf leicht orientalisch angehauchte Klänge setzt man dagegen im Stück „Unknown Land“. Auch in diesem Song wird leider Gottes nicht auf diese gruseligen Orgelklänge verzichtet. 

Diese Hammondorgel-Sounds, die auch weite Teile von “Dum Spiro Despero” dominieren, zehren mittlerweile, da im dritten Stück hintereinander damit nun gar nicht gegeizt wird, schon sehr an der Toleranzgrenze und es dürfte eine Menge Leute geben, die sich damit so gar nicht anfreunden können. Hier haben die Briten ihre Experimentierfreudigkeit ein wenig zu sehr ausgereizt. 

Gefällige Klänge einer Akustikklampfe im folgenden Song “Haven” lassen auf Besserung hoffen, die dringend angebracht wäre. Zwar nur ein kurzes Zwischenstück, aber dafür wird hier schönerweise wenigstens die leidliche Orgel ausgeklammert.
So wie die Briten es eingangs „Oblivion“ machen, so stellt man sich Funeral Doom vor: Überaus stimmungsvoll und erhaben. „Warum nicht gleich so?“, fragt man sich.

Zu Beginn des Stückes “The Loss Of Innocence” erklingt neben den Geräuschen einer Meeresbrandung eine harmonische Melodie, die von summenden Stimmen begleitet wird. Besonders stimmungsvoll empfindet man das kurze Zwischenstück, in dem nur ein Piano zu hören ist. Aber auch wenn alle Instrumente involviert sind, offenbart sich dieses Stück als eine wahre Perle dieses Outputs, denn hier manchen die Jungs alles goldrichtig. Der Pianopart gegen Ende ist mehr als nur schön, er ist richtig ergreifend.  

Was auf instrumentaler Ebene in dem Stück “Eternal Sorrow” abgeliefert wird, ist grandios intonierte Trauer. Was man vielleicht nur auf andere Art und Weise hätte lösen können, das sind die Vocals, denn diese clean eingesungenen passen bei weitem nicht so perfekt zu dem Gesamtklangbild wie dies die Growls tun. Mehrstimmiger Männergesang stellt den Beginn des letzten Stückes „Mourning The Passing Of Certainty“ dar; trotzdem kann dieses Stück keinen besonderen Höhepunkt mehr aus dem Ärmel schütteln.  

Fazit: Pantheist sind weitaus stärker, wenn sie das Experimentelle in ihren Stücken weglassen, um sich ganz auf die Komponente des Doom zu fokussieren. So ist die erste Hälfte des Werkes eher durchschnittlich zu bewerten, während der zweite Teil des Albums, der die Orgel und somit die Klangexperimente außen vor lässt, schon eher zu begeistern weiß.

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