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Panchrysia Vs. Iconoclasm: The Ultimate Crescendo Of Hell

Eindeutige Kiste
Wertung: 6.5/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 48:20
Release: 06.06.2006
Label: Shiver Records

So, ich habe hier mal was anderes liegen als das, was mir bislang so in die Finger bzw. in den Briefkasten geriet: Eine Split-CD der beiden belgischen Black-Metal-Bands Panchrysia und Iconoclasm. 

Kommen wir dann auch ohne Umschweife direkt zu der Mucke der beiden Bands: Zuerst präsentieren uns Panchrysia recht kalten Black Metal. Die Vocals möchte ich hier als positiven Punkt hervorheben, denn die tendieren so richtig schön in Richtung fauchend. Die Hooklines sind unheilverheißend. Nicht wegen der Qualität, um Gottes Willen (mein Gott, darf ich so was bei gleich 2 Black Metal Bands auf einer CD denn überhaupt so sagen?), sondern vielmehr wegen der Stimmung, die sie auf in 4 Songs von Panchrysia verbreiten.

Es wird hier nicht permanent das Gaspedal auf unbarmherzigen Weise bis auf das Bodenblech hinuntergedrückt, ich möchte vielmehr behaupten, dass sich der Stil von Panchrysia auch als modern Black Metal bezeichnen lassen könnte ( siehe das Interludium bei „Last Man Standing“.) Auch das Midtempo-Stück „A Filthy Crusade” läßt die Rübe schütteln, wirkt aber im weiteren Verlauf (so ca. ab der 5. Min.) leicht langweilend. Den Live-Mitschnitt zu „Angst“ habe ich zunächst erst gar nicht so richtig als solchen erkannt, muss ich zu meiner Schande gestehen, obwohl ich diesen Song als einen besseren der Band empfinde. 

Die Stücke wirken roh produziert, was ich aber nicht abwertend meine. Das muss so sein und ist auch gut so bei dieser Art von Mucke. 

Parallellen könnte man bei dieser Band zu Größen wie Satyricon ziehen. Allerdings schleicht sich bei den Songs von Panchrysia leider ein gewisser Faktor des Phänomens „zum einen Ohr rein, zum anderen wieder raus“-Syndroms bei dem Hörer ein. Es fehlen leider farbgebende Akzente. 

Zum zweiten öffnet sich der Vorhang auf dieser CD für die Band Iconoclasm. Sie spielen den eher traditionellen Black Metal, der mich von der ersten Minute von „Hellmouth“ in den eisigen Klauen gefangen hält. Dieser Song hat eine Aussage: „ich bin ganz nah am Abgrund … oder vielleicht auch schon darüber hinaus … es geht jetzt nur noch hinab in die Hölle!“ Die Vocals schön fauchend, die Geschwindigkeit ist traditionsmäßig flott, wie es sich für traditionellen Black Metal gehört. 

Die Herren streuen auch immer wieder gern nette Melodien in ihre Songs mit ein (wie eindrucksvoll zu hören bei „Boadicae“) und wissen dadurch auch zu punkten. Geniales Riffing besticht bei „No Pity…No Fear“ und auch die Stimmung, die die Jungs hier erschaffen, ist nicht von schlechten Eltern. Alle Achtung! Das Eingangsriff von „Of Nothingness“ und die kurz danach einsetzende Drumarbeit ist echt geil! Auch das Stichwort „Melodie“ ist im Hause Iconoclasm absolut kein Fremdwort: Was hier in diesem Song geboten wird, muss sich echt nicht vor Größen dieses Genres verstecken.

Iconoclasm sind hier auf dieser Split-CD für mich die eindeutig bessere Band. Deren Mucke hält einerseits an alten Traditionen fest, ist aber trotzdem deutlich erfrischender als der „Neo-Black-Metal“ von Panchysia. 

Also, noch mal zum Mitschreiben: Für Panchrysia würde ich, wenn die CD´s gesplittet, d.h. einzeln wären, sicher nur 4/10 Punkten vergeben. Da Iconoclasm aber den Karren mit ihren 5 Songs aber so was von aus dem Dreck ziehen und ich ihnen für diese 5 Songs glatte 9/10 Punkten gebe, ergibt sich rein rechnerisch eine 6,5. 

Fazit: Panchrysia überzeugen nicht so wirklich. Zu durchschnittlich wirken die 4 Songs und zu akzentlos, die Gefahr des Nichtvorhandenseins des Wiedererkennungswerts schwebt wie ein Damoklesschwert über den Songs. Iconoclasm dagegen sind aus dieser Versus-Schlacht eindeutig als Sieger hervorgegangen. Der Punkt geht eindeutig an Iconoclasm. Also, zur Erinnerung: In der Einzelwertung bekommen von mir

Panchrysia: 4/10 Punkte

Iconoclasm: 9/10 Punkte

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