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Palace: The 7th Steel

Bewährt Teutonisches
Wertung: 7/10
Genre: Teutonic Metal
Spielzeit: 46:22
Release: 26.09.2014
Label: Massacre Records

Mit „The 7th Steel“ legen die aus dem rheinland-pfälzischen Speyer stammenden Palace also ihr Massacre-Labeldebüt vor, nachdem sie ja die letzten Scheiben alle via STF Records veröffentlichten. Drei Jahre sind wieder seit „Dreamevilizer“ ins Land gezogen, was allerdings so nicht geplant war, haben einige Probleme dann doch für eine längere Verzögerung gesorgt und damit natürlich auch das Release der Platte nach hinten verzögert. Schade, denn sonst hätten sie durchaus etwas mehr Schwung von ihrer Tour mit Primal Fear und Brainstorm Anfang 2012 mitnehmen können.

Und so ist es fast schon irgendwie bezeichnend, dass das neue Album dann auch noch zum – Achtung, jetzt kommt es – „Newcomer Price“ angeboten wird. Das grenzt doch schon ein wenig an unfreiwilligen Hohn, denn die Speyer Truppe besteht nun seit 1990 und feiert nächstes Jahr glatt eine Art silbrig glänzendes Metaljubliläum. Doch jetzt schnell eine Spur mit der Flex gen Album gefräst, denn das mittlerweile siebte Full-Length-Scheibchen liegt ja jetzt vor und strotzt (wie sollte es auch anders bei Palace sein?) wieder einmal nur so vor lauter teutonischem Stahl. Experimente gleich null, hier wird in guter alter Manier ohne große Überraschungsoffensive auf Tradition gesetzt, also genau das, was Palace-Fans auch erwarten, das Einfangen neuer Kundschaften allerdings erschwert.

Zehn neue Songs bieten sie nun an, rocken sich teutonisch metallisch über die etwas mehr als 46 Minuten und machen eigentlich gar nicht so viel falsch, wenn da nicht das Wörtchen eigentlich wäre, denn was sich souverän durch den Schallwandler schiebt, lässt leider einige Höhen vermissen, einfach den ganz fetten Knock-Out-Song. Dabei wummert der Opener „Rot In Hell“ mit typischem Piller-Gesang schon richtig wuchtig ins Ohr und muss lediglich in dem etwas zu plakativen Refrain Federn lassen. Das zieht sich dann leider auch wie ein kleiner roter Faden durch das Album, wobei das Quartett schon noch Abwechslung einbindet.

So wird z.B. „Blades Of Devil Hunter“ recht mystisch eingeleitet und denkt man noch, da wird sich doch hoffentlich keine Ballade heraus entwickeln, so wird man dann positiv enttäuscht, geben die Vier doch deutlich mehr Gas und reißen das Ruder herum. „Holy Black Rider“ bekommt ein paar gesteigerte Backgroundchöre verpasst und wird mit stakkatoartigem Riffing aufgepeppt, „Under New Flag“ überrascht am Schluss dann aber vollends, sind doch sogar deutlich Keyboards zu vernehmen, die einen deutlich symphonischen Anstrich unters neue Banner pinseln. Ganz anders präsentiert sich auch „Bloodshed Of Gods“, wechseln Palace doch hier nur allzu gerne in den typisch teutonischen Stampfrhythmus.

Am Ende steht als Fazit ein „so und nicht anders“ hat man ein Palace-Album erwartet. Die großen Überraschungen bieten sie nicht, Neuerung ist lediglich im passenderweise „Under New Flag“ benannten Song durch die präsenten Keys zu finden, ansonsten aber gibt es die volle teutonische Riffbreitseite, die Fans dieser Spielart Freudentränen ins Antlitz drücken, die aber darüber hinaus ganz sicher nur mit einem müden Lächeln für „Ewiggestrige“ gewürdigt wird. Reinhören macht schlau.

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