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Painbastard: Kriegserklärung

Unglaublich abwechslungsreich
Wertung: 8/10
Genre: Dark Electro
Spielzeit: 59:29
Release: 16.04.2010
Label: Accession Records

Mit dem neuen Album „Kriegserklärung“ startet das Elektro-Projekt Painbastard einen neuen Angriff auf die Spitze der Charts dunklerer Clubs. Den Genrekollegen wurde der Krieg erklärt und mit 13 neuen musikalischen Waffen will man neue Anhänger gewinnen, Konkurrenten in die Schranken weisen und seine eigene Stärke demonstrieren.

Ironischerweise gewinnt der Hörer in den ersten Sekunden des Albums mit dem Opener „Rebellion Des Gewissens“ noch verwundert den Eindruck das Simpsons-Theme zu hören, doch der Schein trügt – schnell bemerkt man, dass es sich hier um etwas viel ernsthafteres, ein lang gezogenes, auf langsame, tragende Flächensounds und eine in Aufbruchsstimmung gehaltene Rede gestütztes Intro handelt. So überraschend der allererste Eindruck des Albums, so überraschend ist auch der angebotene Abwechslungsreichtum – der Track „BCM“ beispielsweise erinnert stark an EBM-Ikonen wie Combichrist, offenbart dann aber doch wieder melodischere Parts. Im Gegensatz dazu mutet der Song „Widerstand“ zunächst wie ein starker, sehr atmosphärischer aber auch typischer Painbastard-Hit an, doch der Refrain zeigt plötzlich klare Vocals, die nicht erst den Umweg über einen Verzerrer machen, aber dennoch ganz hervorragend klingen.

Der erste gänzlich typische Track, wie man ihn erwartet hat, findet sich mit dem Titel „Seele In Not“ – flüsternd-verzerrte deutsche Vocals werden von groovenden Beats und Bässen begleitet, während die atmosphärischen Flächensounds die stark treibenden und schön melodischen Synthesizer-Klänge untermalen. Etwas aus dem Rahmen fällt da wieder der Uptempo-Track „War Never Changes“, der gar E-Gitarren aufzuweisen hat und bei dem gekonnt zwischen sehr massiven Synthlines und dezenten kleineren Spielereien gewechselt wird.

Im Vergleich zu all diesen Überraschungen erweist sich der Titeltrack „Kriegserklärung“, zu mehr als der Hälfte auf eingespielte Zitat-Clips aufbauend, als deutlich unspektakulärer – dennoch ist noch lange nicht Schluss mit der Variationen-Parade, denn die Songs „Don’t Wake Me Up“ und „Seek & Destroy“ lassen sich mit etwas Wohlwollen als Synthpop klassifizieren. Zum Ende des Albums gibt sich bei dem Stück „Klare Worte“ Torsten B. von Coinside die Ehre und unterstützt Mastermind Alexander P. an den Vocals, den Abschluss bildet letztendlich das leicht paranoid wirkende Lied „Sturm des Zorns“ – ein typischer, etwas ruhiger Painbastard-Song, der einen nachdenklichen, beachtenswerten Ausklang des Albums garantiert.

Für den Mix zeigt sich Daniel Meier (Haujobb) verantwortlich, das Mastering ist Krischan Wesenberg (Rotersand) zuzuschreiben und für das Artwork konnte niemand anderes als UserDX gewonnen werden – alles große Namen in der Szene, die eben diesem alle Ehre machen. Die Weiterentwicklung, die man auf diesem Full Length vernehmen kann, ist überragend. Nicht minder enorm ist die Qualität der Tracks, trotz so vieler verschiedener Facetten und Soundvarianten gelingt es durch die Bank und ohne Ausnahme mindestens solide Songs anzubieten - hier sollte für jeden Geschmack der düsteren Electro-Musik ein Hit zu finden sein.

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