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Ozzfest: 10th Anniversary

„Horns Up“ für diese gelungene Veröffentlichung
keine Wertung
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 150:00
Release: 06.05.2008
Label: Warner Music Group

Schon vor drei Jahren erschien in den USA die Codefree Blu-ray zum zehnten Jubiläum der Ozzfest-Tour. Glücklicherweise ist sie dennoch ohne Probleme auch in good old Germany zu bekommen. Die Disc ist vollgestopft mit fünfzehn Livedarbietungen, welche sich mit Interview-Sequenzen abwechseln. Da dies natürlich recht störend ist, gibt es aber auch die Chance, die Blu-ray lediglich mit den Stage-Performances abzuspielen. Und das ist auch gut so, zumal es sich ja um eine US-Version handelt und demzufolge deutsche Untertitel komplett fehlen. Manche Interviewpartner sind durch ihren Akzent oder ihre allgemeine Sprache schon mal recht schwierig zu verstehen.

Interessant sind die Interviewsequenzen trotzdem, denn hier wird über die Entstehung, den Erfolg und den Verlauf des Festivals gelobhudelt. Ganz klar, das Ozzfest ist mehr als nur etabliert. Da man aber auch gerne die Tickets für das Event kostenlos anbietet, ist das natürlich auch kein Wunder. Seit 1996 gibt es die Festivalreihe, die durch die USA und letztendlich auch in England tourte. Das zehnte Jubiläum wird deshalb mit diesem Video zusätzlich gekrönt. Jeder weiß, dass es genau bei diesem zum großen Streit mit Iron Maiden kam. Diese Kindereien wollen wir hier aber nicht noch einmal aufwärmen, zumal die Band auf dem vorliegendem Produkt auch ausgespart wurde.

Schade, dass von Anthrax der allererste Song von ihrem Reunion-Gig mit Joey Belladonna genommen wurde, denn da stimmte der Sound noch nicht wirklich, aber man kann sehen, wie das Publikum dennoch Gas gibt. Und wenn wir gerade schon beim Sound sind: Der liegt hier in sehr guter Qualität vor. Klar, differenziert und druckvoll hat man die Geschehnisse digital gespeichert. Auch die Bildqualität ist sehr gut geraten. Auch wenn es sich nur um 1080i Material handelt, so wurde doch das Maximum herausgekitzelt. So sollten alle Blu-ray-Ergebnisse von älterem Material sein. Da haben sich die Produzenten wirklich Mühe gegeben.

Natürlich ist die Musik Geschmacksache, aber Namen wie Trivium, Soilwork, The Haunted oder Rob Zombie sollten auch hierzulande jedem geläufig sein. Das birgt für eine gewisse Qualität, welche aber zum Beispiel von HIM nicht abgeliefert werden konnte. Ville Vallos Stimme konnte bei dieser Aufzeichnung nicht einmal im Entferntesten an die Studioaufnahmen des Songs „Soul On Fire“ anknüpfen. Da kann man sich schon mal richtig Sorgen machen.

Vergessen sollte man dann die wohl eher in Amerika bekannteren Bands wie Gizmachi, Wicked Wisdom, It Dies Today, Velvet Revolver oder auch A Dozen Furies ebenso nicht. Da geht es zwar auch stilistisch ein wenig kreuz und quer, aber so vielfältig ist unsere Lieblingsmusik halt. Gut, dass Sharon Osbourne diese Gegenveranstaltung zum Lollapalooza-Festival ins Leben gerufen hat, weil ihr Mann Ozzy dort nicht auftreten durfte. In den USA wohl die größte Metal Festival-Reihe, während sich das Lollapalooza eher im Rockbereich angesiedelt hat.

Aber kommen wir zum eigentlichen Höhepunkt der Disc: Black Sabbath! „War Pigs“, „Iron Man“ und „Paranoid“ werden zum Besten gegeben und man merkt Ozzy an, wie er sich wie ein kleines Kind freut. Wer hätte nach den eher erschreckenden Bildern seiner MTV-Reality-Dokumentation gedacht, dass der Meister immer noch so abgehen kann? Befremdlich wirken trotzdem die riesigen Teleprompter, die ihm wie bei Karaoke die Texte vorblenden, die zu singen sind. Aber nun ja, mit seiner Lebensgeschichte und in seinem Alter schauen wir da einmal drüber hinweg.

Als Bonus werden dann noch Performances von Alter Bridge (The End Is Here), The Mad Capsule Markets (Pulse) und Bowling For Soup (1985) angehängt, welche das Gesamtprodukt gelungen abrunden. Auch durch die nicht zu knappen Interviews kann man also von einem prallen Produkt sprechen, das fast keine Wünsche übrig lässt.

Fazit: Diese Blu-ray macht dem geneigten Fan richtig Spaß. Bild und Ton sind auf hohem Niveau. Ob einem die Mucke gefällt, muss natürlich jeder für sich klären, aber es gibt viel davon. Für mich war Black Sabbath der große Höhepunkt. Eine Bewertung erspare ich mir und euch, da es sich um einen Sampler handelt, bei dem einfach zuviel verschiedene Mucke dargeboten wird. Sehr schade, wenn man bedenkt, dass das Line-Up im Vorjahr mit Black Sabbath, Judas Priest, Slayer, Dimmu Borgir und Black Label Society auf der Hauptbühne doch noch ein wenig interessanter gewesen wäre. Egal, „Horns Up“ für das Ozzfest!

Bildformat: 1080i

16:9

Tonformat:

5.1 Dolby Digital Surround

2.0 Stereo

Region: A,B,C

FSK: Ungeprüft

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