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Overunit Machine: Antropophobia

Neues aus Italien
Wertung: 6.5/10
Genre: Nu Metal
Spielzeit: 49:36
Release: 02.05.2009
Label: Killer Pool Records / Al!ve

Overunit Machine sind eine italienische Nu-Metal Band, welche mit „Antropophobia“ ihr zweites Album auf den Markt bringt. Die Band spielt im weitesten Sinne eine Mischung aus Nu-Metal und Crossover. Zu experimentellen, elektronischen Klängen mischt man eine Portion harter, rifflastiger Gitarren und treibender Drums, würzt etwas mit der sehr wandelbaren Stimme von Klown, welche von Growls, Shouts bis zu recht melodischen Tönen alles beinhaltet, nach und garniert diese Mischung mit ruhigen Akustikgitarren. Dann hat man in etwa das, was die Jungs von Overunit Machine einem hier bieten.

Der Aufbau der Songs ist bis auf zwei Ausnahmen recht ähnlich. Man beginnt mit einem eher ruhigen Intro, welches mal experimentell klingen kann und das versetzt ist mit Samplern, wie beim Opener „Ten Seconds To...“ oder doch eher mit leicht mysteriös klingenden Gitarren, wie es „Breathe“ vorträgt. Meistens sind es ruhige Gitarren-Intros, die auch mal von der Akustikgitarre komen können. So findet man dies bei „Dust To Dust“, „Teethgrinder“ oder „1000“. Bei letzterem wurde der gesamte Klang zu Beginn noch stark gedämpft.

Im weiteren Verlauf der Tracks wechseln sich ruhige Passagen, gewürzt mit guten Melodien und Harmonien, meist begleitet von Akustikgitarre oder leiser E-Gitarre, Samplern, Backingvocals, welche häufig gedämpft oder chorartig eingebaut werden und ruhigem melodischen Gesang mit sehr harten, metal-lastigen Teilen ab. Hier setzt man klar auf treibende Drums und Gitarrenriffs bei starker Orientierung am Rhythmus. Die Vocals sind nun dunkel, rau und tendieren in den growlartigen, aggressiven Bereich hinein.

Nun zu den beiden Ausnahmen: Da wäre einmal der Schluss-Track „Ghosts (111)", der sehr balladesk angehaucht ist, durchgehend im ruhigen Bereich gehalten und nur mit Akustikgitarre vorgetragen, zu der noch ein paar elektronische Geräusche gemischt wurden. Hier hat man auf das zuvor übliche Wechselspiel zwischen hart und ruhig verzichtet und sich komplett auf eine Seite festgelegt. Die zweite Ausnahme ist der sechste Song des Albums, welcher kurioserweise keinen Titel trägt. Dies ist ein kurzer, instrumentaler Track mit dominierender Gitarre. Ein schönes, interessantes Stück, welches einen Namen verdient hätte.

Der Stil der Band ist vielleicht nicht eindeutig zu beschreiben, jedoch wird einem auf jeden Fall klar, dass Overunit Machine eins können und dies ist mit Stimmungen zu spielen. Dies gibt den einzelnen Songs zumindest etwas Individualität, welche durch den stets gleichen Aufbau nicht von Beginn an gegeben war.

Fazit: Overunit Machine bieten mit „Antropophobia“ ein interessantes, wenn auch gewöhnungsbedürftiges Album. Positiv ist einerseits die gute Produktion und die verschiedenen Stimmungen, die versucht wurden, einzubauen. Negativ ist der ähnliche Aufbau, welcher die Individualität und den Wiedererkennungswert der einzelnen Songs schmälert. Overunit Machine versuchen sich in einem Genre, welches seinen Höhepunkt vor einigen Jahren hatte und durch Bands wie Korn oder Ill Niño repräsentiert wird. Jedoch reichen die Italiener noch nicht an deren Qualität heran.

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