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Ov Hell: The Underworld Regime

Nichts Besonderes, aber auch nicht schlecht
Wertung: 7/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 37:40
Release: 26.02.2010
Label: Indie Recordings

Das Messerwetzen der Underground-Gemeinde war ja praktisch vom ersten Moment, als die Kollaboration von Shagrath (Dimmu Borgir) und King (ex-Gorgoroth, God Seed, Audrey Horne) bekanntgegeben wurde, zu hören. Schließlich genießen die Beiden in der Black-Metal-Szene weiß Gott (haha...) längst nicht mehr den Ruf, besonders glaubwürdig zu sein – bei ihrem extremen Hang zur Selbstdarstellung kein Wunder, was wieder einmal deutlich wird, wenn man sich nur das Cover von „The Underworld Regime“ anschaut, oder sich an das Dicke-Hose-Gelaber von wegen „Satan’s Allstars“ im Vorfeld erinnert.

Ein ähnliches gilt für Satyricon, von denen man Frost für das Schlagzeug rekrutierte – das Gejammer wird also wieder groß sein, zumal man, um Ov Hell zu komplettieren, für die Gitarrenfraktion schließlich noch Ice Dale und Teloch holte, die beide noch bei mindestens einer Band spielen, bei der auch King aktiv ist.

Man konnte demnach nicht davon ausgehen, dass einen hier große Überraschungen erwarten würden oder es darum gehen würde, den Black Metal musikalisch und spirituell auf eine neue Ebene zu hieven. Wem es nicht schon vorher klar war, dass das Ziel einzig und allein war, möglichst viele Platten zu verkaufen, wird dies spätestens merken, sobald er die Scheibe eingelegt hat. Das Gesülze von King, „The Underworld Regime“ sei „etwas noch nie Dagewesenes“, erweist sich schlicht und ergreifend als absoluter Blödsinn, genau wie Shagraths Gequatsche von wegen, das Album würde seine und Kings Wurzeln repräsentieren, sei „roh, hässlich, blasphemisch, kompromisslos“ und würde die primitive Seite der beiden Protagonisten zeigen – gähn... Wo klingt das Album bitte primitiv? Von Experimenten kann hier wahrlich keine Rede sein: Der Sound ist glatt und sauber, und die Songs sind für schwarzmetallische Verhältnisse leicht zugänglich.

Diese bringen zwar nichts, was man nicht schon gehört hat und erinnern stilistisch an die letzten Gorgoroth-Platten mit King, aber schlecht sind sie deswegen nicht. Und so peinlich die Darstellung nach außen auch wirken mag, kann wohl ohnehin niemand leugnen, dass die Herren musikalisch und auf ihren Instrumenten was draufhaben. So preschen Tracks wie „Devil’s Harlot“, „Acts Of Sin“ und „Krigsatte Faner“ gut nach vorne, während „Post Modern Sadist“ und „Ghosting“ recht gelungene Midtempo-Kompositionen darstellen.

Ohne Zweifel kann man sich das Album daher gut anhören, Glaubwürdigkeit und dummes Gelaber hin oder her; wer seinen Black Metal aber nur roh und primitiv will, lässt natürlich die Finger von „The Underworld Regime“. Das war für die entsprechenden Personen aber sicherlich schon in dem Moment klar, als sie erfahren haben, wer hinter dem Projekt steckt...

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