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Outworld: Outworld

So manch zündende Idee fehlt noch
Wertung: 6/10
Genre: Heavy Metal,Power Metal,Melodic Metal, Progressive
Spielzeit: 57:33
Release: 25.05.2007
Label: Armageddon Music Verwaltungsgesellschaft mbH

Als noch eher unbeschriebenes Blatt am übervollen Bandfirmament gehen die Amerikaner von Outworld aus Houston, Texas ins Rennen. Dabei handelt es sich keineswegs um Musiker, die erst letzte Woche gelernt haben, ihre Instrumente zu spielen. Wohl eher das Gegenteil ist der Fall. An der Gitarre findet sich Rusty Cooley wieder, der zum einen die Band mit gegründet hat und zum anderen in Gitarristenkreisen bereits hohen Respekt genießt.

Eingesungen hat das selbstbetitelte Debüt Kelly Sundown Carpenter, der schon auf dem 2005´er Machwerk „Section X“ von Beyond Twilight zu hören war und seitdem ein mehr als gefragter Mann hinterm Mikro ist. Zwischenzeitlich ist der Gute aber nicht mehr Teil von Outworld und wurde von einem Herrn namens Carlos Zema (ehemals Heavens Garden, Vougan) ersetzt.

Um die Ohren geblasen wird uns von Outworld eine Mixtur aus Heavy/Power Metal, Progressive Metal und Melodic Metal. Ja ja, ich sehe schon wieder die Schubladengegner laut aufschreien, doch wie soll ich es anders beschreiben? Vom Riffing knallt es doch teilweise mächtig nach vorne und wartet an vielen Ecken und Kanten sogar mit Riffs auf, die jeder derzeitigen Thrash/Modern Metal – Band gut zu Gesicht stehen würden.

Dazu gesellen sich vertrackte und ausufernde progressive Passagen innerhalb der Songs, die sich auch schon mal über vier bis fünf Minuten ziehen und damit die Songs auf bis zu 8 Minuten dehnen. Groove besitzen die Texaner sicherlich. Doch ihnen Parallelen zu Pantera und Meshuggah anzudichten, find ich dann doch weit hergeholt vom Label.

Den Spagat zwischen Tradition und neuer Schule meistern Outworld in meinen Augen wirklich gut. Für dieses Genre definitiv nicht ganz einfach. Und auch auf der instrumentalen Seite bleibt, denk ich, kein Wunsch offen. Was mir auf die Nüsse geht, das ist der Gesang. Mag sein, dass ich nicht wirklich ein Freund von solch hohen Schreien oder allgemein extrem hohen Tonlagen bin. Das will ich ja nicht abstreiten. Mir tun jedenfalls bei längerem Genuss die Ohren weh, obwohl der gute Mann auch richtig nett singen kann. Na ja.

Fakt ist jedoch, dass man Songs wie „Riders“, „City Of The Dead“ oder auch „The Grey Tide“ nicht mal eben nebenbei zwischen Frühstück und Mittag schreibt. Hier gibt es die Verschmelzung der oben genannten Stile in fast perfekter Vollendung. Melodien mit Hitpotential treffen auch genial interpretierte Gesangsmelodien, ausgetüftelte Riffs treffen auch progressive Spielereien, die aber nie die Oberhand haben, sondern sich treffsicher einfügen. Gut, bei „The Grey Tide“ haben es Outworld hinten heraus ein wenig übertrieben, doch das ist zu verzeihen.

Der Rest der Platte klingt für mich hin und wieder interessant, mehr jedoch nicht. Da bleibt in meinen Ohren einfach zu wenig hängen oder ich fühle mich zu überladen mit den permanent wechselnden musikalischen Brocken, die mir vor die Füße geworfen werden. Auf der anderen Seite fehlen mir wieder die Überraschungsmomente, welche ein „Ok-Album“ von einem „Daumen-Hoch-Album“ unterscheiden.

Fazit: Trotzdem, liebe Anhänger von Dream Theater und Co….es lohnt sich sicherlich, ein Ohr zu riskieren. Schlecht sind Outworld wirklich nicht. Nur fehlt ihnen noch so manch zündende Idee beim Songwriting, um oben mitzuspielen und auch, um sich im Mittelfeld zu behaupten.

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