Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Outshine: Prelude To Descent

Gothic Metal oder nicht?
Wertung: 5,5/10
Genre: Heavy Rock
Spielzeit: 39:26
Release: 07.06.2013
Label: Dead Tree Music / Rough Trade

Inwieweit sich Outshine den selbst verpassten Gothic-Metal-Stempel verdienen, darf man mit dem Release des neuen, inzwischen vierten Albums definitiv in Frage stellen. Die Band aus Göteborg mischt vielmehr einige Heavy-Rock-Arrangements mit alternativen Gitarren und streut hin und wieder ein paar Keyboards über das Ganze, kommt aber in kaum einem der zehn neuen Songs mal so richtig auf den Punkt. Immer auf der Suche nach einer anständigen Hookline, scheitern die Schweden an vielen simplen Kleinigkeiten, die das Album zunehmend ins Abseits stellen. Mangelnde Flexibilität, hüftsteife Strukturen, träge Melodien und eine allgemeine Gleichförmigkeit sind dabei die wichtigsten Kritikpunkte.

Nach dem anständigen Start mit dem rifflastigen "Working Class" will man aber zunächst noch guter Dinge sein; Outshine pflegen ein paar deftige Gitarren in ein melodisches Arrangement ein und sind auch im Chorus souverän – doch bleibt dies leider die Ausnahme auf der Gesamtdistanz. Im weiteren Verlauf wird der Output schließlich immer belangloser; die erste Single-Auskopplung "Addiction" versagt ebenso wie das nachfolgende "Here Now" an der Dynamik, "I Was Nothing" und "Falling" mit ihren dezenten Creed-Vibes bringen die emotionale Kernaussage nicht treffend herüber, "My Definition" ist ebenfalls kein Brüller, und mit dem abschließenden "You Do Bad Things To Feel Alive" steht noch ein Stück in der Liste, das die musikalische Orientierungslosigkeit noch einmal ganz klar definiert.

Lediglich das einprägsame "In You I Met Me (Caroline)" kann zwischenzeitlich punkten und überzeugt mit einem packenden Refrain. Alles andere, was die Göteborger auf "Prelude To Descent" abliefern, ist dürftig bis langweilig und in kompositorischer Hinsicht nicht mit einer klaren Linie versehen. Oder anders gesagt: Outshine tun sich unheimlich schwer damit, den musikalischen Charakter des Bandsounds festzulegen und rasen schnurstracks in eine spannungsarme Songwriting-Einöde.

Schwierig ist bis zuletzt dann auch noch das Pendeln zwischen den Stilen und Stühlen. Heavy Rock mit Gothic-Einschlag kann sicher funktionieren, jedoch sollte dann auch die atmosphärische Seite der Songs besser hervorgehoben werden. Dies geschieht auf "Prelude To Descent" jedoch nur in ganz minimalistisch formulierten Ansätzen. Von daher ist man beim finalen Resümee dazu geneigt, die Empfehlung für diesen Release auszusparen – selbst  wenn 'Finger weg!' unter Umständen zu hart wäre.

comments powered by Disqus

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging