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Out Of Mind: My Lucid Nightmare

Deus Ex Machina ist tot, es lebe Out Of Mind
Wertung: 5/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 14:54
Release: 01.07.2010
Label: Eigenproduktion

Deus Ex Machina ist tot, es lebe Out Of Mind. So haben es sich wohl die Hannoveraner gedacht, denn Out Of Mind ist die logische Weiterführung nach dem „Ableben“ von Deus Ex Machina. Als Gitarrist Ulf im letzten Jahr die Band verließ, wollte das letzte verbliebene Gründungsmitglied Kai (Vocals, Rhythmusgitarre, Synthies) das Ganze nicht einfach so abschließen. Zusammen mit Pulle (Bass) und Ole (Drums) ging es auf Gitarristensuche und konnte diese mit dem Ins-Boot-Holen von Stefan als erfolgreich verbuchen. „My Lucid Nightmare“ ist also das erste musikalische Lebenszeichen dieser neuen Formation.

Das erste Stück “With A Shallow Smile” brät eigentlich im moderaten Mittelfeld. Eine dringende Nacharbeit-Empfehlung gibt es aber eindeutig für die Cleanvocals zeitens des Refrains – diese wirken – man möge es mir bitte nicht übel nehmen – etwas fade. Dies zieht sich dann leider auch in den folgenden beiden Stücken wie ein roter Faden durch alle Refrains. Wofür ich aber gern einen positiven Kritikpunkt anführen möchte, ist diese Gitarrenarbeit, denn die gefällt ebenso durchgängig recht gut.

Das Titelstück „My Lucid Nightmare” ziert zunächst eine ordentliche instrumentale Einführung in den Song. Dieses Teil zeigt sich auf seine Spielzeit von der Arbeit an den Instrumenten her recht abwechslungsreich. Sehr schön zu hören ist, wie im Hintergrund gewisse Keyboard-Klänge zu vernehmen sind, die dem Ganzen eine gelungene Atmosphäre verpassen. Und wow - zum Ende hin schrauben die Jungs die Vehemenzschraube noch mal an.

Einsame Pianoklänge läuten dann auch schon den letzten Song namens “Lights Go Out“. Für Überraschung sorgt der Chor im Hintergrund des Refrains – das ist wirklich eine schöne Facette. Das Piano, welches eingangs noch so gut rüberkam, klingt im Gesamtkontext des weiteren Songverlaufs allerdings nicht mehr so wirklich gelungen – schade. Was am Songende so gar nicht munden will, ist das Einfügen von elektronischen Vibes aus dem Drum-PC - Genregrenzenoffenheit hin oder her, das musste nun wirklich nicht sein.

Gemastert wurde die Scheibe von niemand Geringerem als Eike Freese, den einigen durch seine Band Dark Age sicherlich ein Name sein dürfte.

Fazit: Um in den heutigen Tagen mit einem Release in Sachen Melodic Death Metal für Aufhorchen zu sorgen, müssen die Jungs noch einmal ran und ordentlich Brainstorming auf die Bretter legen. Das Material geht soweit in Ordnung, doch man vermisst leider Gottes auch nichts, wenn die CD erst einmal wieder zurück in ihrer Hülle verweilt. Aber es ist noch nichts verloren.

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