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Ourlastbreath: Bring Us Home

Verkappte Amis aus Schweden
Wertung: 9/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 13:37
Release: 15.01.2010
Label: Eigenproduktion

Die Band mag zwar Ourlastbreath heißen – aber sie klingt wie For The Fallen Dreams, auch wenn es sich hier um eine nur vierköpfige Band aus Schweden handelt und nicht um eine fünf Mann starke Truppe aus den USA. „Bring Us Home“ ist bereits die zweite Demo-EP der Schweden und verspricht melodischen Metalcore, der auch sehr gut ohne klaren Gesang auskommt.

Zuallererst fallen natürlich die Unterschiede zur ersten Demo auf: Ourlastbreath klingen nun um einiges ernster und erwachsener. Hatte man vorher noch viel experimentiert, scheinen die Vier nun ihren eigenen Sound gefunden zu haben und zelebrieren diesen auf einem immens hohen Niveau. Der Opener und Titeltrack „Bring Us Home“ verleitet einerseits zu einem treibenden Bewegungsdrang, der durch Mosh-Parts und schiebende Riff-Attacken deutlich wird, lädt allerdings im nächsten Moment mit tragenden Passagen zum Träumen ein und entführt den Hörer in melodischere Gefilde, die bei dem nächsten Song „For All Our Brothers“ in noch größerem Umfang zu finden sind. Speziell bei diesem Song fallen die Ähnlichkeiten zu For The Fallen Dreams auf, sind die Fills des Drummers doch ähnlich abwechslungsreich und energetisch, während die Gitarren elegant zwischen tiefen Breakdown-Riffs und harmonischen Akkorden wechseln. Selbst stimmlich erinnern Ourlastbreath an die Amerikaner, denn die Vocals der Band sind gleichwohl so voluminös und verzerrt wie die der großen Vorbilder – und sogar der Bass ist stellenweise genau so markant, ohne dabei in zu technische und penetrante Bereiche abzudriften.

Doch auch wenn die Band nicht mehr ganz so wilde Experimente macht wie noch zu ihren Anfangstagen, bedeutet dies nicht, dass die Songs allesamt gleich klingen, so finden bei dem Track „Frontlines“ verschiedenste Vocal-Varianten Anwendung wie etwa Gang-Shouts, Flüstern und natürlich die typischen Growls. Auch das Songwriting ist abwechslungsreich gestaltet, bei dem Track „America“ stößt man beispielsweise direkt zu Anfang auf einen hymnenhaften und mitreißenden, harmonischen Part, während der Höhepunkt bei den anderen Songs auch erst in der Mitte oder zum Ende hin zu finden ist. Die gesamte Musik, die Rhythmen und die Melodien, der Sänger und selbst das Drumming und der Bassist erinnern an die erfolgreichen amerikanischen Kollegen – allerdings schaffen es die Schweden dabei immer, nicht wie eine nachahmende, schlechte Kopie zu klingen, sondern besitzen genug Kreativität, um ihre Songs mit interessanten Ideen zu bereichern, die eine individuelle Note hinterlassen.

Die Produktion der EP kann sich mehr als hören lassen und besticht mit einem hervorragenden Sound, der sogar noch den des ersten Albums der Amis übertrifft und gleichermaßen die Wucht und Energie, wie auch die Melodie der Songs gut zum Ausdruck bringt. Jeder der etwas von harmonischem Metalcore der härteren Machart hält, zu dem man nicht nur im Moshpit Spaß haben kann, sondern auch zu Hause, der sollte hier unbedingt zugreifen.

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