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Our Survival Depends On Us: Jumping Once Too Often Into The Ocean

Manchmal wäre weniger mehr
Wertung: 5.5/10
Genre: Stoner Doom
Spielzeit: 47:49
Release: 28.04.2007
Label: Cyclone Empire

Schwere Kost liegt da in meinen CD-Player. Our Survival Depends On Us ist eine österreichische Band, welche sich dem stillen Stoner Doom verschrieben hat. Anders kann ich die Musik nicht beschreiben. Es ist etwas Eigenständiges, für mich absolut Ungewöhnliches. Hier wird kein Metal dargeboten, sondern vielmehr fast hypnotisierende Melodien, in welchen oftmals neben den Drums nur zaghaft andere Instrumente eingesetzt werden. Nur gelegentlich gibt es harten, langsamen Rock.

„Enter The Eye Of The Cyclone” startet mit Gitarrenbrummen und einem gebetsartigen Text, bevor erstmal Stille eintritt. Langsam tritt eine Gitarre zum Vorschein und die Drums ertönen. Nach langer Zeit ertönt dann der etwas schräge Gesang. Mmh, der ist nun wirklich nicht mein Fall. Stellt euch vor, der Sänger wurde von den Hauptdarstellern vom Horrorfilm „Wrong Turn“ erwischt und auch schon schwer verletzt. Und nun wartet der Sänger erschöpft und von Pain und Hass erfüllt auf seine Zerstückelung, so in etwa kommt die Stimme für mich rüber.

Irgendwie cool, aber dennoch auch daneben. Der Song hat durch seinen sich immer wieder aufbauenden Spannungsbogen sicher seinen Charme, aber irgendwie ist er ein wenig zu langatmig geworden.

„Washing Hands In Innocence” beginnt mit Regen und Tönen aus sehr tiefen Tunneln unter der Erde. Wiederum werden ein paar Textzeilen aufgesagt, diesmal aber weniger gebetsartig. Irgendwie wird mir auch immer klarer, warum die Band ihre Musik „Intensive Spiritual Musick“ nennt. Auf Power oder ähnliches wird immer mehr verzichtet. Die Drums halten dezent den Takt und der Gesang macht den Hauptteil des Songs aus. Die Gitarren sind mehr akustisches Beiwerk, um die bedrückende Stimmung zu unterstreichen denn ein musikalisches Instrument. Irgendwie hat die Musik was, aber leider wird das Thema immer viel zu lange ausgelutscht.

„A Stream That Won't Run Dry” ist für diese Scheibe schon fast als ungewöhnlich kurz geraten mit seinen gerade mal 5:02 Minuten. Klar, dass die Band da dann auch schon fast ins Midtempo spurten muss, damit es keine zweistelligen Minutenangaben gibt. Ja, der Song bringt mehr Leben in die Scheibe, weiß mich allerdings trotzdem nicht wirklich zu überzeugen.

„The Element Beholder” ist Doom in reinster Form. Leise Gitarren und fast schon geflüsterter Gesang bestimmen den Auftakt. Das hat den großen Vorteil, dass die Vocals hier richtig gut rüber kommen und viel Stimmung aufbauen können. Irgendwie bereitet mir der Song das Gefühl, in einem altersschwachen, 106 Jahre alten, fast leblosen Körper zu sein. Das Einzige, was noch halbwegs funktioniert, ist mein Kopf, aber die Apathie hat meinen Körper schon eingefangen. Und nun liege ich hier und warte auf den erlösenden Tod.

„Breathe“ haut da schon wieder mehr in die Doom Rock Kerbe. Obwohl der Song hier auch etwas zügiger gespielt wurde, zumindest für Our Survival Depends On Us Verhältnisse, vermag ich hier keinen wirklichen Höhepunkt zu finden. Schade, denn es schimmern immer wieder gelungene Elemente durch, aber mit dem Gesang werde ich auch trotz Erderwärmung nicht warm.

„Ocean Of Inspiratio“ beginnt mit einem Gebet und dem anschließenden Wehklagen, warum die Menschheit versagt hat und wir uns zerstört haben. Zeitlupen-Doom mit wehklagendem Gesang, welcher sich mit hilflosem Geschrei abwechselt. Eigentlich gut gemacht, wenn man den Song bei der halben Länge gelassen hätte, denn so wird er zu schnell langweilig.

Fazit: Interessant ist es allemal, was Barth (Bass, Chants), Mucho (Gitarren, Prayers), Thom (Gitarren, Howls) und Mani (Mantric Percussion) hier abgeliefert haben. Leider werden die Songs hier doch deutlich zu lang gehalten. So nutzen sich die guten Ideen schon während der Songs ab. Hier wäre sicher mehr drin gewesen. Hinzu kommt der für mich meistens etwas zu schräg gehaltene Gesang.

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