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OTX: A World In Red

Sehr angenehmes und ausgeglichenes Gesamtkonzept
Wertung: 8/10
Genre: Techno Ambient psychedelischer EBM
Spielzeit: 75:26
Release: 29.06.2007
Label: Funkwelten

Der rein elektronischen Musik des 21. Jahrhunderts wird immer wieder gerne unterstellt, wie „einfältig, plakativ und innovationslos“ sie doch sei. In nicht wenigen Fällen mag dies auch leider zutreffend sein - doch glücklicherweise gibt es auch hier noch große Unterschiede und Ausnahmen: “A World In Red“ ist beispielsweise eine solch positive Erscheinung...

Nach dem erfolgreichen Vorgängerwerk “Escape“ (2004) legt der in Frankreich beheimatete Anglo-Italiener Stefano Piredda erneut Hand an die Mischpulte und Regler seines Studios und zaubert hieraus ein wirklich hinreißendes Gesamtwerk elektronischer Spielkunst. Nahezu gänzlich auf Gesangsspuren und Samples verzichtend, adelt “A World in Red“ den sogenannten „Chill Out“ - Faktor mit gänzlich neuen Qualitätsansprüchen.

Stefano Piredda, der dieses Mal auch von dem Japaner Kenji Siratori unterstützt wurde, hat es auf eindrucksvolle Weise verstanden, der elektronischen Vielfalt neue Gesichter zu verleihen. Nicht nur, dass auf “A World In Red“ vollkommen auf billigen „Bumm! Bumm! - und Trillerpfeifentechno“ verzichtet wurde. Bewundernswert ist ebenso der gemütliche und sphärische Rhythmus des Albums. Fast wie in Trance schlingen sich elegante Elektrosequenzen aus einer anspruchsvollen Melange aus Techno, Ambient und psychedelischem EBM empor. Versetzt mit teils geheimnisvollen, orientalischen Einflüssen (wie bei “Last Train To Southeast Europe“ und “Blood For Oil (In Abu Ghraib)“ der Fall), regt der neue OTX - Emporkömmling sowohl zum Tanzen, als auch zum Träumen, Nachdenken und Entspannen an.

Fazit: Insgesamt ist “A World In Red“ als ein sehr angenehmes und ausgeglichenes Gesamtkonzept zu bezeichnen, welches seinen Charme insbesondere aus der neo-futuristischen Leichtigkeit bezieht...Es ist eine wirklich spannende und abenteuerliche Reise, auf die uns Piredda und Siratori da schicken. Doch bleiben sie dabei immer bodenständig und vermeiden zugleich provokative Ausreiser. Eben ein „vollkommen rundes Gesamtbild“, von dem sich viele Möchtegern-Musiker noch eine dicke Scheibe abschneiden können.

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