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OsseltioN: Last Words

Eines der letzten Lowlights des Jahres 2012
Wertung: 3,5/10
Genre: Death Metal, Thrash Metal
Spielzeit: 50:31
Release: 12.10.2012
Label: SG Records

Wir schreiben das Jahr 2012. An jeder Ecke schießen Bands aus dem Boden wie Pilze - und mit ihnen abstruse Genrebezeichnungen, die manchmal nach längerem Nachdenken durchaus ihre Daseinsberechtigung haben, in den meisten Fällen aber nicht nur an den Haaren herbeigezogen sind, sondern auch noch musikalische Absurditäten und Verbrechen verschleiern sollen. Das Trio OsseltioN gibt sich und ihrer Musik ebenfalls der Einfachheit halber selbst einen Namen: "Extreme Deformed Metal" soll die Suppe aus Thrash, Death, Techno Death und Electro heißen und auf dem aktuellen Album "Last Words" Gehör finden.

Nun muss man dazu sagen, dass es sich bei der Scheibe um das Erstlingswerk handelt. Die meisten Bands benötigen ja ein bis zwei Scheiben, um ihren Sound zu finden - manche auch mehr und manche finden nie die Erleuchtung, lassen es aber trotzdem nicht bleiben. Im Falle der Italiener möchte man fast befürchten, dass es sich um letzteren Fall handelt. Der Sound an sich ist mit seinen Electroeinflüssen, die meist einfach nur so klingen, als wären sie den Musikern nachträglich eingefallen und schnell noch mit in den Topf geworfen worden, schon gewöhnungsbedürftig genug. Was "Last Words" aber das letzte bisschen Hörvergnügen abspricht, sind die Drums. Was Schlagzeuger Ruglud hier fabriziert, grenzt an Tierquälerei und hat nicht mal mehr etwas mit künstlerischer Freiheit zu tun. Lediglich bei Songs wie dem fast acht Minuten langen "Psychotic Frames" blitzen ungeahnte Doublebassmomente auf, wobei man auch hier sagen muss, dass es durchaus rhythmischere Drummer im Metal gibt. Der Rest der Platte ist aber zumindest Schlagzeug-technisch ziemlich überflüssig - von pappigem Gebolze über hohl klingende Passagen ist so ziemlich alles dabei, was keinen Spaß macht.

Aber der arme Mann muss sich den Schuh nicht ganz alleine anziehen. Auch was Gründer, Gitarrist, Sänger und Synthesizermann Ulag hier mit dem Tasteninstrument anstellt, treibt zumindest stellenweise den Finger immer näher Richtung Skiptaste.

Passend zum selbst erdachten Genre ist der Opener der Scheibe benannt: "Halls Of Deformity" bollert recht ungelenk aus den Boxen und hinterlässt nicht unbedingt den besten ersten Eindruck. Über den Gesangsstil des Fronters kann man wiederum an sich nicht meckern. Bei "Chains Of Iconoclast" zeigt er, dass er neben recht tiefen Growls auch noch Schreie parat hat, die tatsächlich sehr an die Neunziger erinnern. Auch mit klarem Gesang kann der Italiener im Laufe der Platte einigermaßen überzeugen (beispielweise beim gar nicht mal so schnellen "Speed Crusher") - an den Vocals liegt es also eher weniger, wenn sich "Last Words" nicht in Ohr und Anlage festsetzen mag.

Man darf sich schon allein über den Sinn und Zweck streiten, ein Debütalbum "Last Words" zu taufen, geschweige denn über die Notwendigkeit des Genres "Extreme Deformed Metal" - zumal die Musik der Italiener weder besonders extrem daherkommt, noch deformierte Versatzstücke zu bieten hat, wenn man von dem größtenteils recht grottigen Schlagzeug mal absieht. Spaß machen jedenfalls andere, "Last Words" bekommt definitiv einen Platz weit hinten im Schränkchen.

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