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Origin: Entity

Geballer auf hohem Niveau
Wertung: 8/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 36:36
Release: 10.06.2011
Label: Nuclear Blast GmbH

Da ist sie also die neue Origin. Seit ihrer Gründung im Jahre 1997 steht die Band für technisch anspruchsvolles Death Metal-Geballer erster Güteklasse. Daran hat sich trotz neuem Sänger Jason Keyser, der dem einen oder anderen als ehemaliger Skinless Vokalist bekannt sein dürfte und trotz dem Wechsel von Relapse Records zu Nuclear Blast auch auf dem fünften Album "Entity" nicht viel geändert. Es sind weiterhin alle für die Band typischen Trademarks vorhanden. Da wären zum Einen rasende Doublebass-Attacken und Blastbeats wie Maschinengewehrsalven, Riffs, die bei anderen Bands als Soli durchgehen würden, Tempiwechsel am laufenden Band und zum anderen die für brutalen Death Metal relativ ungewöhnliche Science Fiction-  und Weltraumthematik, die in Artwork und Lyrics deutlich wird.

Dass sich nicht viel geändert hat heißt jedoch nicht, dass sich gar nichts geändert hat. So dürfte dem geneigten Hörer auffallen, dass sich Origin auf „Entity“ etwas songdienlicher durch ihr Liedgut knüppeln als noch auf dem 2008er Werk „Antithesis“. „Entity“ bietet zwar das gleiche Maß an Brutalität und Intensität wie sein Vorgänger, macht es dem Hörer aber doch einfacher, sich in das komplexe Songwriting einzufinden. „Conceiving Death“ zum Beispiel verführt mit walzenden, von dynamischem Drumming gestützten Riffs direkt zum Abschädeln (Suffocation lassen grüßen), während man in „Saliga“ oder „Swarm“ teilweise schon fast melodisch zu Werke geht. Dass Origin allerdings nichts an Durchschlagskraft eingebüßt haben, wird bereits beim Opener „Expulsion Of Fury“ deutlich und zeigt sich auch in kompakten, knackigen Songs wie „Purgatory“ oder dem wirklich geilen „Committed“.

Überhaupt schafft es das Album trotz technischer Brillianz und Komplexität nicht überladen zu wirken und bei all dem Geböller und Gefrickel eine morbide und dunkle Atmosphäre zu erzeugen. Hinter einem großartigen Song wie dem siebenminütigen „Consequence Of Solution“ stecken nicht nur paar Typen die verdammt schnell Gitarre spielen, sondern dazu noch verdammt gute Songs schreiben können. Trotz gesteigerter Eingängigkeit ist das Album natürlich alles andere als Easy Listening. Mehrmaliges Hören wird definitiv belohnt. Die Scheibe strotzt vor vielen feinen Details und interessanten Strukturen und Melodiebögen die einem vielleicht beim ersten Durchlauf gar nicht auffallen würden. Des Weiteren greift die moderne, druckvolle Produktion dem Album sehr schön unter die Arme. Der klinische und sterile Sound passt zu der Platte wie die Faust aufs Auge.

Origin beweisen mit „Entity“ erneut, dass sie zur Speerspitze des technischen Death Metals gehören und schaffen es, Brutalität und technischen Anspruch gleichermaßen mit relativ eingängigem Songwriting zu verbinden. Für Anhänger von Nile, Decrepit Birth und Co. definitiv zu empfehlen. Altgediente Origin-Fans werden sowieso nicht enttäuscht. Versprochen.

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