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Ordo Rosarius Equilibrium: Songs 4 Hate & Devotion

Apokalyptischer Folk von seiner schönsten Seite
Wertung: 9.5/10
Genre: Apocalyptic Folk
Spielzeit: 81:16
Release: 29.10.2010
Label: Out Of Line

Am 27.08.2010 ließen Ordo Rosarius Equilibrio nach nur einem Jahr, mit der Veröffentlichtung der EP „Do Angels Never Cry And Heaven Never Fall?“,  wieder von sich hören und lieferten damit einen fantastischen Vorgeschmack auf das vorliegende Album „Songs 4 Hate & Devotion“. Es ist das zwölfte Album des schwedischen Duos und es zeigt das Genre „Apokalyptischer Folk“ von seiner schönsten Seite.

Alleine der Titel „Songs 4 Hate & Devotion“ macht deutlich, was auf den Hörer zukommt: Songs, die sich mit Hass, Aufopferung, Zuneigung, Leidenschaft und Liebe beschäftigen. Die CD besteht aus dreizehn Tracks und einer Bonus CD, die nochmals fünf weitere Songs enthält. Im Vordergrund der gesamten CD steht der Gesang von Bandgründer Tomas Pettersson, die Stimme hat einen großartigen Wiedererkennungswert und vor allem passt diese wie die Faust aufs Auge in das Genre. Und hier ist es egal, ob er von Liebe oder Hass singt, die Stimme bleibt derart ergreifend, dass die Stimmungen ins eigene Blut übergehen.

Der erste Song des vorliegenden Albums heißt „Where I Stand On The Holy Mountain And Pray 4 The War“ und zeigt alleine vom Titel, dass Ordo Rosarius Equilibrio schon mit dem Titel der Songs zum Nachdenken anregen wollen. Der Song handelt von einem Protagonisten, der sich unschuldig fühlt und dennoch angeklagt ist, er sieht sich als Sohn der Lust, Bruder vom Hass und seine Liebe ist die Hure. Harte Worte, martialische Klänge, erst monotones Trommeln, welches sich zum Höhepunkt steigert. Zum Schluss des Songs bleibt das, was zu Beginn, beim Lesen des Titels, da war: das Nachdenken über zu frühes Verurteilen.

Der Song „4 1 4 1“ ist nicht etwa eine Nummer, die eine besondere Bedeutung hat, sondern jede einzelne Zahl steht für etwas. Die erste vier steht für 4000 Meilen, die durch den Schnee gelaufen wurden, ohne ans Ziel zu kommen, die eins steht für 1000 Narben der Seele, ohne dass der Protagonist sich kümmert. Dann erneut die Zahl vier, die nun für vier Millionen Gebete steht, die gebetet wurden um die Seele zu entblößen.  Große Zahlen stehen hier für exorbitante Gefühle. Auch hier ist die beinahe hypnotische Stimme des Frontmanns von Ordo Rosarius Equilibrio im Vordergrund und der Hörer hängt an seinen Lippen.

Der Song, der dem Album seinen Namen gibt, „A Song 4 Hate & Devotion“, ist ein ruhiges Stück, das harmonisch und nahezu gelassen vorgetragen wird, jedoch einen derart aufreibenden Text hat, dass der Hörer den Atem anhält. Selbstverständlich ist auch der Song „Do Angels Never Cry And Heaven Never Fail?“ von der gleichnamigen EP auf dem Album vorhanden.

Im gesamten Werk schaffen es Ordo Rosarius Equilibrio, martialische Klänge, Percussions und Orchesterklänge so miteinander in Verbindung zu bringen, dass das Album eine Ruhe ausstrahlt, die dann im kompletten Kontrast zur Stimme Tomas Petterssons steht. Seine Stimme lässt den Hörer aufmerksam den Text verfolgen, kein Wort geht verloren, der Sprechgesang ist klar und deutlich, frisst sich in die Gedankenwelt des Hörers.

Ordo Rosarius Equilibrio haben mit der EP im August viel versprochen, das vorliegende Album schafft sogar noch mehr, als dieses Versprechen nur einzuhalten. Der Wechsel zum Label Out Of Line war genau die richtige Entscheidung und die Bestätigung für das Amphi Festival 2011 der nächste Schritt. Ordo Rosarius Equilibrio muss gehört werden, das Lieben kommt dann von alleine. Das Album zeigt einen Perfektionismus im Klang, in der musikalischen Abstimmung und auch die Texte, die Themen um Liebe, Verrat, Untergang, Tod, Engel und Teufel behandeln, treffen die Thematik auf den Punkt.

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