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Ordo Rosarius Equilibrio: Do Angels Never Cry And Heaven Never Fall?

Atmosphärische, gefühlvolle und doch apokalyptische Rückkehr aus Schweden
keine Wertung
Genre: Apocalyptic Folk
Spielzeit: 19:40
Release: 27.08.2010
Label: Out Of Line

Ordo Rosarius Equilibrio sind nach nur einem Jahr seit dem Erscheinen von „Onio“ zurück mit der EP: “Do Angels Never Cry And Heaven Never Fall?“ und das direkt mit einem neuen Label im Hintergrund (Wechsel von Cold Meat zu Out Of Line).

Zwar umfasst die EP gerade einmal vier Tracks, das Titelstück dabei in zwei Versionen, (die zweite als Akustik Version) und doch merkt der Hörer schnell, es gab eine Wandlung zu den vorherigen Alben und trotzdem bleiben sich die Schweden treu. Der Bandgründer Tomas Pettersson und Rose-Marie Larsen zeigen schönsten apokalyptischen Folk.

Das erste Stück “Do Angels Never Cry And Heaven Never Fall?“ wird einerseits durch Tomas klare Stimme beherrscht, aber vor allem durch existentielle Fragen bestimmt. Fragen, die die Menschheit nicht klären kann, nicht durch allen technischen Fortschritt, es wird sich gefragt, warum Sirenen niemals sterben, ob Engel niemals weinen und ob der Himmel niemals fallen wird. Ein Wanderer steht vor Gott und bittet, ihm zu verzeihen, er habe gesündigt, aber seine Fehler eingesehen. Diese Fragen um das warum, dieses Unverständnis wird grandios untermalt durch die Hilfe eines gefühlvollen Orchesters.

Der dritte Song „Reaping The Fallen, The Second Harvest“ wird größtenteils untermalt durch langsames Klavierspiel. Die Melodie des zweiten neuen Songs ist eingängig, der Text wieder apokalyptisch, das Grundthema verzweifelt und traurig. Genau da zeigt Ordo Rosarius Equilibrio seine Stärken. Sie schaffen es, den gefallenen Himmel und die trübe Zukunft darzustellen, dass der Song auch ohne Lyrics auskommen würde, um die Frage des ersten Songs zu beantworten. Der Engel fällt und auf den Stufen der Reue schaut der Protagonist zu. Gott, der im ersten Song, um Verzeihung gebeten wurde, scheint nicht verziehen zu haben.

Der letzte Song „Who Stole The Song From Its Place In My Heart?“ hat die meisten Folk-Verbindungen und hier wird man direkt an den kanadischen Poeten und Folk-Sänger Leonard Cohen erinnert. Dieses Stück schließt auf wunderschöne Weise den Kreis der EP, werden im ersten Song noch existentielle Fragen gestellt und im zweiten der Fall der Welt beobachtet, kommt es hier zur Feststellung, dass es vorbei ist, der Song, sinnbildlich für die Seele, für den Grund zu leben, ist fort. Die musikalische Stimmung, mit sehr starkem Folk-Charakter vermag hier den Text, die Aussage, des letzten Songs noch zu intensivieren: Wir leben ohne Hoffnung auf Erlösung, sind gefesselt zu sterben.

Ordo Rosarius Equilibrio zeigen wieder einmal, dass sie ihr Genre beherrschen, die EP, die als Appetizer angekündigt wird, schafft genau das: Sehnsucht nach mehr.

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