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Artwork zur CD

Orden Ogan: Vale

Das muss DER Newcomer 2008 werden!
Wertung: 9/10
Genre: Melodic Power Metal
Spielzeit: 55:4
Release: 22.02.2008
Label: Yonah Records

Orden Ogan wurden bereits vor über 10 Jahren gegründet, konnten aber erst mit dem 2004er Album „Testimonium A.D.“ (mit dem überragenden Song „Ethereal Ocean“) konnten die Jungs die ersten Erfolge feiern, da die Scheibe damals im Underground einschlug wie eine Bombe!

Eigentlich begann man bereits Ende 2005 mit den Vorbereitungen für die Aufnahmen zum aktuellen Album „Vale“ und im Januar hieß es in den News auf der offiziellen Homepage der Band, dass nur noch einige Vocalspuren und Details fertiggestellt werden müssten und man die Scheibe im Frühjahr 2006 veröffentlichen möchte. Letztendlich dauerte es doch bis zum Februar, bis nun „Vale“ veröffentlicht wird, was aber an der Stärke der Scheibe nichts einbüßen lässt.

Doch nun zur Musik auf dem neuen Album: Ich weiß nicht wirklich, wann die Songs auf „Vale“ entstanden sind, aber man zeigt sich hier deutlich musikalisch gereifter als es schon auf „Testimonium A.D.“ der Fall war! Man rechnet bei manchen viel versprechenden Bands eh schon mit Weiterentwicklungen, aber dass man gleich so ’nen Sprung macht, ist schon erstaunlich.

Auf die Songs möchte ich lieber im Einzelnen eingehen:

"Graves Bay"

Mächtiges, episches Intro mit viel Chören, das zu dem modernen Beginn des darauf folgenden Songs „To new Shores of Sadness“ nicht ganz passt, aber generell das musikalische Konzept des Albums trifft.

"To new Shores of Sadness"

Sehr geiler Opener, der bereits zu Beginn zeigt, wie weit sich Orden Ogan entwickelt haben. Mächtige Chöre im Refrain manifestieren die Eigenständigkeit, wobei auch die modernen Synthesizer Elemente der Band sehr gut zu Gesicht stehen. Hypergenial: Die mehrstimmigen Gitarren im Refrain. Toppt jetzt schon den bisherigen Überhit „Ethereal Ocean“ vom „Testimonium A.D.“ Album.

"Winds of Vale"

Rockiger als sein Vorgänger, aber mit ebenso saucoolen Gesangslinien im Refrain. Lockert die Gesamtatmosphäre des Albums sehr gut auf. Mit knapp drei einhalb Minuten knackig arrangiert, weswegen die Nummer auch schnell auf den Punkt kommt.

"Farewell"

Hier präsentiert man sich deutlich balladesker, wobei wir es hier lediglich mit einer Halbballade zu tun haben. Erinnert mich ein wenig an die Mitte / Ende 90er Underground Helden Eternal Sadness. Nicht schlecht der Song, aber die Latte wurde mit den beiden vorigen Nummern deutlich höher gehängt, auch wenn der Mittelpart sehr herausragend klingt.

"Reality lost"

Hier kommen zum ersten mal leichte proggige Einflüsse zum Vorschein, von wegen unkonventioneller Akkorde und Taktverschiebungen. Im Mittelteil macht man aber plötzlich die Kehrtwende und zitiert Metallica aus dem schwarzen Album, um sich danach von der Queensryche und Evergrey Seite zu zeigen. Dennoch absolut herausragende Nummer

"This is"

Wieder treibender, fast schon rockiger zeigt man sich mit „This is“, das fast schon wie eine Mischung aus Europe, Mötley Crüe und Hammerfall klingt, allerdings weniger klischeebeladen. Vor allem die Gitarrenarbeit ist hier wieder einmal sehr zu loben, denn trotz des simplen Arrangements zeigt man hier die Professionalität von hochrangigen Bands.

"This was"

Kurze Reprise des vorigen Themas das, ohne Pause direkt übergeht in…

"Something pretending"

An sich ist der Song nicht schlecht und hat auch eine Menge cooler Ideen und ein herausragendes Arrangement, aber irgendwie kann mich „Something pretending“ trotz des coolen Frauen-Gesangs (oder sind das nur Samples?) dennoch nicht durchweg begeistern. Gute Nummer, mehr aber leider nicht.

"The Lords of the Flies"

Und hier ist er: Der „Überhit“, zu dem ein äußerst professioneller Videoclip gedreht wurde. Mit ausreichend Airplay und Promotion könnte hier sogar ein Charteinstieg drin sein. Würde man als Bandnamen Within Temptation oder Blind Guardian drauf schreiben, würde ich sogar darauf garantieren.

Man merkt schon, dass die Nummer etwas moderner angehaucht wurde, nicht nur aufgrund der Synthesizer, sondern auch, was das Gitarrenriffing anbelangt – hört Euch nur mal die Strophe an. Absolut geiler Track, der die erfolgreiche Zukunft von Orden Ogan noch mehr manifestiert!

"...And if you do right"

Saucoole Ballade, die sehr gefühlvoll vorgetragen wurde und bis kurz vor der dritten Minute nahezu perfekt war, bis das Drumming die Nummer zu hektisch vorantrieb. Vor allem der dominante Chorgesang, den die Band auf diesem Album perfekt beherrscht, klingt hier absolut überwältigend.

"What I'm recalling"

Nach den ruhigen Klängen präsentiert man sich hier wieder um einiges epischer. Der Song dürfte vor allem aufgrund des Mitsingparts am Schluss sehr gut ankommen und wäre deswegen vor allem als Rausschmeißer oder als Zugabe sehr gut geeignet.

"A Friend of mine"

Hoppla, wie kommen Black Label Society auf diese CD? Ach ne, das sind ja Orden Ogan, die aber aufgrund der brachialen Gitarren stark an Zakk Wylde und Co. erinnern. Vor allem der moderne Anstrich bekommt hier der Abwechslung sehr gut. Übrigens: Herausragendes Keyboardsolo!

"The Candle lights"

Absolut geniale Ballade, die nur aus dem Chorgesang, Akustikgitarren und sanften Streichern besteht und eine überaus herausragende Atmosphäre erschafft!

"Who´s the green Man"

Den Song hätte man sich wirklich sparen können und anstandshalber werde ich den auch nicht in die Wertung miteinbeziehen. Hierbei handelt es sich lediglich um eine alberne Rapnummer, die prinzipiell kein Mensch braucht!

Fazit: Man hat eindeutig die alten Folk- und Mittelalterzöpfe abgeschnitten, auch wenn man hin und wieder an die Krefelder Blind Guardian erinnert wird, vor allem, was die Chöre und die Leadgitarren betrifft. Allerdings würde ich die Band nicht, wie in anderen Reviews bereits gelesen, unbedingt mit Bands wie Helloween oder Gamma Ray vergleichen, denn der Vergleich hinkt gewaltig!

Prinzipiell steht dem Erfolg von Orden Ogan nichts mehr im Weg und es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis sich ein größeres Label der Band annimmt, der die Band auch dementsprechend pushen kann!

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