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Orchid: Wizard Of War

Kleiner Vorgeschmack aufs kommende Album
keine Wertung
Genre: Doom Metal/Rock
Spielzeit: 13:17
Release: 22.02.2013
Label: Nuclear Blast

Orchid befinden sich konstant auf dem Weg nach oben und mit größter Spannung erwartet die Vintage-/ Doom-Rock-Gemeinde den in diesem Jahr erscheinenden, „The Mouth Of Madness“ betitelten zweiten Full-Length-Output nach dem so positiv aufgenommenen „Capricorn“ von 2011. Zur Überbrückung der Wartezeit legte der San-Francisco-Vierer im letzten Jahr bereits die EP „Heretic“ nach und hat mit „Wizard Of War“ nun gleich die nächste Kurzrille am Start. Und an sich sind EPs ja eine ganz nette Angelegenheit; es gibt da ein paar Outtakes, Bonusmaterial und Cover oder ähnliches – für Fans stets ein schönes Bonbon. Im vorliegenden Fall muss man allerdings schon arg an der Sinnhaftigkeit dieser Veröffentlichung zweifeln. Bei drei Tracks ist lediglich der Opener und Titelsong neu – der aber ebenfalls zur Tracklist des kommenden Albums gehören wird –, das zweite Stück „Demon’s Eyes“ war schon auf einem Underground-Halloween-Sampler vertreten, und das abschließende „Albatross“ ist der Debütplatte entnommen.

Nichtsdestotrotz zeigt das straight forward groovende „Wizard Of War“ auf, dass die Herren nichts von ihrer songschreiberischen Klasse eingebüßt haben. Kontant im Midtempo gehalten, marschiert der Track in – natürlich – bester Black Sabbath-Manier und wird von dem völlig simplen, aber umso effektiveren Refrain gekrönt. „Demon’s Eyes“ besitzt zwar ebenfalls Anleihen von Iommi und Co. (gerade das Gitarrensolo am Ende), kommt insgesamt aber eigenständiger daher und ist wesentlich psychedelischer ausgefallen als die Eröffnungsnummer – in jedem Fall mindestens genauso stark.

Ob es tatsächlich Sinn ergibt, „Albatross“ dann auch hier noch mit draufzupacken, wohl nur um hinsichtlich der Gesamtlänge die Zehn-Minuten-Marke zu knacken, sei dahingestellt, auch wenn sich das jede Menge „Planet Caravan“-Atmosphäre atmende Lied als chilliger Rausschmeißer zweifellos bestens macht (auf „Capricorn“ bildete es ebenfalls den Abschluss der Scheibe). Wie erwähnt macht der Release dieser Scheibe so gesehen sowieso keinen Sinn und ist wohl von der Plattenfirma nur dazu gedacht, noch einmal darauf hinzuweisen, dass demnächst das nächste Album ansteht. Ein Wink mit dem Zaunpfahl quasi. Nun, Mission erfüllt, denn rein qualitativ gibt es nichts zu meckern – Black Sabbath müssen sich warm anziehen, denn es könnte gut sein, dass „The Mouths Of Madness“ dem Comeback-Album der Birminghamer Legende „13“, welches schließlich auch in diesem Jahr erscheinen soll, den Rang abläuft.

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Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann