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Orakle: Uni Aux Cimes

Hört mal rein
Wertung: 7/10
Genre: Progressive Black Metal
Spielzeit: 53:14
Release: 06.12.2005
Label: Melancholia Records

Ach, französisch ist das, was die da singen?! Und ich hab mich schon gewundert...manchmal sollte man wirklich vorm Reinhören auf die Songtitel achten. Orakle haben es nach über 10 Jahren endlich geschafft ein Album zu veröffentlichen. Und dennoch sind die Mitglieder der Band nur wenig älter als ich, da zumindest zwei von ihnen die Band schon mit 14 Jahren gegründet haben. Das nenne ich mal Durchhaltevermögen. Und ich nehme es vorweg, man merkt den Musikern zumindest teilweise die Arbeit an, die sie in „Uni aux crimes“ gesteckt haben. Die sechs, im Schnitt ungefähr 7 Minuten langen Songs, strotzen vor Abwechslung und sind darüber hinaus auch ansprechend produziert. Gut, hier und da trübt der zu leise Gesang das Gesamtbild, aber ansonsten bekommt der Hörer wirklich einiges geboten.

Das nichts sagende (aber auch kurze) Intro überspringe ich mal und widme mich gleich „L'instand du dessus“, was ich dank meiner stark eingerosteten Kenntnisse der französischen Sprache lieber mal gar nicht zu übersetzen versuche. Instrumental standen für den Song ganz offensichtlich die alten Satyricon Pate, was sich im Übrigen wie ein roter Faden durch „Uni aux crimes“ zieht (wenn auch nur bei den schnelleren Teilen der Musik). Aber wisst ihr was? Es gibt eindeutig schlechtere Vorbilder! Die Riffs sitzen, die cleanen Vocals haben etwas von Emperor oder Borknagar (mit Simen) und fügen sich gut ein. „Le instant“ beginnt im Mid Tempo Bereich, steigert sich aber im weiteren Verlauf. Gut, aber mehr auch nicht. Wie das besser geht, zeigt „Instables“, ein majestätisches Lied, was wie ein Bonustrack der Borknagar Göttergabe „Quintessence“ klingt. In dem Stil kommt auch „Le seuil ardent“ daher, was nach einem balladesken Beginn mit einigen schönen Tempiwechseln punkten kann. Das sind so meine Favoriten der Platte, anhören sollte der Hörer sich aber auf jeden Fall noch „Abyssale“, denn dieses Lied hat aufgrund der Trompete(!) einen Exotenbonus.

Was bleibt mir da noch abschliessend übrig, als den Herren eine reife Leistung zu attestieren?! Ihre Instrumente beherrschen sie sehr gut, der Gesang geht auch absolut in Ordnung und beim Songwriting fehlt ihnen ein wenig die Eigenständigkeit, aber gute Songs bleiben gute Songs. Ein paar Kritikpunkte habe ich natürlich dennoch. Zum einen ist der Gesang mitunter fast gar nicht zu hören und „versinkt“ in den Gitarren. Das sollte man beim nächsten Mal unbedingt drauf achten, da der Sound auch ansonsten recht dünn geraten ist. Ein weiterer Punkt ist, dass die Songs, so abwechslungsreich sie auch sind, sich untereinander leider doch ziemlich ähneln, so dass es nur ein paar zu wirklichem Wiedererkennungswert bringen. Das drückt die Wertung nach unten auf dennoch gute 7 Zähler.

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