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Operatika: Dreamworld

Gutes Debütalbum oder Nightwish-Kopie?
Wertung: 7/10
Genre: Symphonic Metal
Spielzeit: 16:07
Release: 13.04.2005
Label: Eigenproduktion

Operatika sollte man nicht mit Operatica verwechseln, ist man doch dann stilmäßig in einer ganz anderen Ecke. Aber ebenjene Formation namens Operatika ist eine im Jahre 2002 in Amerika gegründete Symphonic Metal Band.

Wenn man allein die ersten paar Minuten des Studioalbums hört, stellen sich schon leichte Parallelen zu einer berühmten finnischen Kombo ein, beginnt Sängerin Slava Popova zu singen, kann man seine Vermutung bestätigen: Hier scheint Nightwish ein Vorbild zu sein. An manchen Stellen klingt es wie Rhapsody mit Tarja am Gesang.

Operatika vereinen auf ihrem EP-Debüt Symphonic Power Metal mit weiblichem Operngesang. Man setzt auf flotte, härtere Gitarrenriffs, vollen, atmosphärischen Klang und eingestreute Keyboardpassagen. Die alles kann man gut beim Titeltrack erkennen.

Bei „Gladiator“ erinnert vor allem das Gitarrenspiel an Rhapsody, ist es doch sehr flott geraten, teilweise vielleicht sogar etwas zu schnell, sodass man als Hörer fast gar keine Melodie erkennen kann. Zudem ist es im Gegensatz zu den anderen Instrumenten, zum Gesang, etwas zu laut abgemischt, sodass die Gitarre sich arg in den Vordergrund drängt, was hier nicht unbedingt vorteilhaft ist. 

“The Storm“ gibt klanglich das wieder, was der Titel verspricht. Dieser Song ist sehr leise gehalten. Man hört zu Beginn nur das Rauschen eines Regenschauers, dezent unterlegt mit Keyboard und gedämpften Vocals. Dynamisch steigert es sich in den 44 Sekunden Spielzeit langsam und findet seinen Höhepunkt in einem krachenden Donnerschlag. Gleichzeitig ist es das Intro für „The Calling“.

Ebendieser Schlusstrack erscheint in einem ähnlichen Klanggewand wie der Opener. Vom Tempo her geht es recht flott zur Sache, was vor allem durch die treibenden Drums noch verstärkt wird. Da hier die Rhythmusfraktion mehr im Vordergrund steht als noch bei „Dreamworld“, kommt das Klangbild nicht mehr so melodisch harmonisch daher, sondern leicht abgehackt. Ein netter Effekt wird durch das Ritardando im Gesang erzeugt. Während die Instrumente weiter ihr hohes Tempo beibehalten, singt Slava deutlich langsamer, wodurch ein getragener Eindruck entsteht. Im zweiten Drittel bekommt man dann noch einen sehr ruhigen Piano-Solo-Teil serviert, der einem kurzweilig etwas Entspannung bringt, bevor es danach flott in Richtung Ende strebt.

Fazit: Operatika bieten ein gelungenes Debütalbum auf qualitativ hohem Niveau. Einziges Manko mag sein, dass der Musik ein wenig der individuelle Touch fehlt und die Gitarre an manchen Stellen etwas zu laut abgemischt wurde. Zwar kann man immer sagen, besser gut kopiert als schlecht selber gemacht, aber Operatika haben durchaus das Potential dazu, etwas selber auf die Beine zu stellen und ihren eigenen Stil zu finden. Man kann die EP allen alten Nightwish-Fans wärmstens empfehlen. Zudem darf man auf das erste längere Album gespannt sein, ist es bei eigentlich nur drei Songs doch schwer, das wahre Potential einer Band zu erkennen.

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