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Oomph!: Monster

Tolle Scheibe mit so einigen Highlights
Wertung: 9/10
Genre: NDH, Industrial Rock
Spielzeit: 49:17
Release: 20.08.2008
Label: GUN Records Musikproduktions GmbH

„Monster“ ist nicht nur ein eine Stadt in Südholland oder ein guter Thriller von 2003, sondern auch die Bezeichnung für das neueste Album der Braunschweiger Oomph!, die mit ihrem nun schon zehnten Studioalbum ihren neu eingeschlagenen Weg fortsetzen. Was mit guter, alter Neuer Deutscher Härte (welch Ironie!) anfing, wurde zunehmend zu nicht unbedingt besserem, aber auf jeden Fall die breite Masse mehr ansprechenden Industrial-Rock.

Aber einen wichtigen Aspekt haben Oomph! beibehalten – sie nehmen noch immer kein Blatt vor der Mund, so behandelt der Opener „Beim Ersten Mal Tut’s Immer Weh“, so wie der Song „Ich Will Dich Nie Mehr Sehn“ das immer sehr gewagte Thema des sexuellen Missbrauchs. Musikalisch ist der Song sehr einprägsam, technisch nicht übermäßig kompliziert, aber dennoch abwechslungsreich und daher auch gut anzuhören.

Mir persönlich gefällt der Song „6 Fuß Tiefer“ besonders, da er an die älteren Stücke der Band erinnert, die mir persönlich besser zugesagt haben, aber das ist natürlich Geschmackssache. Der Song liefert langsamere, melodische Oomph!-typische Riffs, eine angenehm-harmonische Keyboard-Unterlegung und den hier äußerst gut passenden Gesang von Sänger Dero. Bei den Songs „Wer Schön Sein Will Muss Leiden“ und „Lass Mich Raus“ komme ich dann aber doch in meiner Überzeugung ins Zweifeln – hinsichtlich dessen, dass ich eigentlich doch die älteren Stücke lieber mag. Diese beiden Songs sind nämlich wahre Perlen, sind sie auch noch so gegensätzlich: Ersterer Track ist schnell und mitreißend, letzterer schleppend und besinnlicher.

Ganz besonders hervorgehoben werden muss auch „Auf Kurs“ – mein persönlicher Favorit der CD. Wer hätte gedacht, dass diese Band derart famose Balladen schreibt? Mit sehr atmosphärischen Hintergrundgeräuschen und einer Pianobegleitung ging man hier zu Werke und zauberte so dreieinhalb Minuten musikalischen Genusses.

Langweilig wird es dem Hörer auch bei dem Rest der Scheibe sicherlich nicht – bei „Bis Zum Schluss“ singt man zum Beispiel mit Mina Harker, die übrigens vor kurzem bei Out Of Lines Sublabel MachXX unterschrieben hat, im Duett. Außerdem werden mit „In Deinen Hüften“ eine flotte Tango-Nummer, und mit „Geborn Zu Sterben“, das so einige Blues-Elemente in sich vereint, weitere mannigfaltige Stücke geboten – ob diese nun zugefallen wissen, ist natürlich immer eine Frage des persönlichen Geschmacks, aber interessant sind sie allemal.

Zusammenfassend kann man nur noch folgern, dass dieses Album eine tolle Scheibe mit so einigen Highlights ist und sowohl alte als auch neue Fans ansprechen wird – eindeutig ein Kauf wert. Wer sich jetzt noch nicht hundertprozentig sicher ist, kann sich auch das ganze Album - mit Ausnahme der drei Bonustracks „Du Lügst“, „Ich Will Dich Nie Mehr Sehn“ und „Unter deiner Haut“, die auf den speziellen Editionen des Albums von iTunes, Amazon und Müller enthalten sind, gratis auf MySpace anhören.

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