Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Onslaught: Sounds Of Violence

Thrash Metal bis der Arzt kommt
Wertung: 8.5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 47:55
Release: 28.01.2011
Label: AFM Records/Soulfood

Wer sich jetzt denkt: „Noch eine Thrash-Metal-CD, wer braucht das denn?“, der ist wahrscheinlich nicht mit der Musik der achtziger Jahre groß geworden oder hat zumindest damals mit der Bezeichnung Thrash Metal noch nichts anfangen können. Denn Onslaught sind keinesfalls eine Modeband, sondern existieren schon recht lange. Die Engländer treiben schon seit 1982 ihr Unwesen. Mit „Sound Of Violence“ bringt die Band nun ihr fünftes Album auf den Markt. Und das ist es wert, einmal genau unter die Lupe genommen zu werden.

Nach dem Intro „Into The Abyss“ geht der Rundling direkt ab in den Knüppelgang. Und diesen verlässt er auch erst wieder mit dem Outro „End Of The Storm“, dazwischen stehen acht Lieder gespickt mit purer Energie. Ständige Begleiter auf der holprigen Reise durch diese CD sind die Doublebass-Salven des Drummers Steve Grice und die frickeligen Gitarrensolos der Gitarreros Nige Rockett und Alan Jordan. Die Reisegeschwindigkeit variiert von düster und träge über Midtempo und bissig bis hin zu Vollgas und rasend vor Wut. Spielen sich die zwei Titel „Born For War“ und „The Sound Of Violence“ definitiv im schnelleren Tempobereich ab, so haut „Code Black“ ganz schön die Bremse rein. Der Midtempostampfer drückt mächtig und verfügt über eine sehr einprägsame Hookline. Gleich im Anschluss ziehen die Engländer das Tempo aber wieder an und von nun an wechseln sich langsamere mit schnelleren Passagen in einer gewissen Regelmäßigkeit ab.  Besonders erwähnenswert sind noch die Songs „Hatebox“, in dem der Frontmann sich regelrecht austobt, und „Suicideology“, das mit einem echt geilen Gitarrenlauf glänzt. Als Bonussong haben die Briten noch „Bomber“ draufgepackt. Der Titel erinnert noch einmal an die guten alten Tage des Thrash Metal.

Die CD hat einen sehr modernen, aber nicht überproduzierten Sound verpasst bekommen. Die Drums klingen richtig geil natürlich, könnten aber einen kleinen Tick lauter sein. Die Sechssaiter klingen sauber, machen mächtig Dampf und lassen sich gut voneinander unterscheiden. Leider geht der E-Bass ziemlich unter. Das Schicksal widerfährt vielen Metal-Bassisten, ist aber immer wieder schade. Vor allem wäre es in diesem Fall nicht nötig gewesen, den Bass zu verwursten. Der benötigte Frequenzbereich wäre ja weitestgehend frei gewesen. Ein absoluter Pluspunkt auf diesem Album ist der coole Gesang. Frontröhre Sy Keeler erweist sich als wahrer Stimmakrobat und schafft es immer wieder scheinbar mühelos, den irren Gitarrenläufen zu folgen. Mit seiner markanten Stimme dominiert er über weite Teile das Liedgut.

Als eingefleischter Thrash-Metal-Fan muss man dieses Teil eigentlich schon besitzen. Alle übrigen Freunde der härteren und schnelleren Gangart sollten ruhig mal daran schnuppern, es kann nicht schaden.

comments powered by Disqus

Neues Album und Tour im nächsten Jahr

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen