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Onslaught: Killing Peace

Ein wirklich gutes Lebenszeichen der Briten
Wertung: 7.5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 44:13
Release: 16.03.2007
Label: Candlelight Records

Manch einem langjährigen Thrash Metal - Fan dürften die Briten von Onslaught noch in guter Erinnerung sein. Nachdem die Band im Jahre 1989 ihr drittes Album “In Search Of Sanity” veröffentlichte, löste sich die Formation 1991 zunächst auf, bevor man sich 2005 dafür entschied, die Band zu reformieren. Mit an Bord sind die vier ehemaligen Mitglieder Sy Keeler (Vocals), Nige Rockett (Gitarre), Jim Hinder (Bass) und Steve Grice (Drums) sowie Alan Jordan als neuer Mann an der Streitaxt. Ihr viertes und gleichzeitig ihr Comeback - Album wurde auf den Namen “Killing Peace” getauft und bietet neun Thrashsongs, wie sie klassischer kaum sein könnten. Onslaught haben allerdings auch die Zeichen der Zeit erkannt, denn soundtechnisch ist “Killing Peace” sehr up to date und so verfügt das Album über einen beeindruckend satten Sound, für den man die Produktions - Ikone Andy Sneap ins Studio holte.

Los geht’s mit “Burn”, welches gleich untermauert, warum die Briten einst ganz an der Spitze des Genres standen. Die Riffattacken sind überwältigend, das Drumming punktgenau und die Vocals sehr szenetraditionell gehalten. “Burn” besitzt dazu noch einen amtlichen Refrain und ein pickfeines Solo, welche dem Song noch den letzten Kick geben. Insgesamt ein verdammt starker Einstieg.

Und genauso stark geht es mit dem Titelsong weiter, der all die bereits dargestellten Attribute wiederfinden lässt. Besonders der Refrain wirkt sehr rotzig und frech, so dass man den Eindruck gewinnt, die Band würde mit diesem Song alle möglichen, negativen Diskussionen um die Reunion im Keim ersticken wollen.

“Destroyer Of Worlds” beginnt zunächst schleppend und bleibt danach gefangen zwischen Mid- und Uptempopassagen, doch so richtig warm werde ich mit diesem Song nicht. Hierfür fehlt es “Destroyer Of Worlds” an einem wirklich guten Refrain, wodurch der Song im Vergleich zu den beiden vorhergehenden schon etwas enttäuscht.

“Pain” dagegen zieht das Tempo endgültig wieder an und hierbei fällt erneut die prägnante Gitarrenarbeit auf. Der Refrain ist gelungen, auch wenn wieder nicht völlig die Klasse der ersten beiden Songs erreicht wird. Besser als “Destroyer Of Worlds” ist “Pain” aber mit Sicherheit. Mit “Prayer For The Dead” ist dann erneut eine Steigerung zu vernehmen, denn der Song hat Biss, Groove und alles, was man für einen starken Thrashsong braucht. Wirklich klasse ist auch das Solo des Songs mit seinen rasanten, hochmelodischen Gitarrenläufen.

“Tested To Destruction” und “Twisted Jesus” sind ganz ordentliche Songs, reissen mich allerdings nicht vom Hocker, da es ihnen an wirklich markanten Elementen fehlt. Das Eröffnungsriff von “Planting Seeds Of Hate” versprüht die Hoffnung, wieder einen guten Songs des Fünfers hören zu dürfen und ja, man wird nicht enttäuscht. “Planting Seeds Of Hate” stampft wütend vor sich hin und punktet ausserdem bei mir im guten Refrain. Dies kann das finale “Shock ‘n’ Awe” sogar in allen Bereichen noch toppen und mit seinem treibenden Rhythmus und dem genialen Solo ist der Song ein mehr als versöhnlicher Abschluss des Albums.

Die Spielzeit von knapp 44 Minuten geht soweit in Ordnung, obwohl man nach Jahren der Abwesenheit noch ein oder zwei weitere Song von der Band erwartet hätte.

Fazit: “Killing Peace” ist ein wirklich gutes Lebenszeichen der Briten von Onslaught, wenngleich es auch einige schwächere Songs enthält. Fans der Band sowie des Genres dürfen also gerne ein Ohr riskieren und dürften auch mit einem Kauf von “Killing Peace” nichts falsch machen.

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