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One Step Further: Troubleshots (Est. By The Deads Of Human Race)

Dreißig Jahre Musikerfahrung sollten etwas anders klingen
Wertung: 5/10
Genre: Hard Rock
Spielzeit: 26:14
Release: 10.10.2010
Label: Eigenproduktion

Hard Rock mit neuzeitlicher Interpretation aus längst vergangenen Tagen und Metaleinflüssen kredenzen uns One Step Further auf ihrer Debüt-EP nach der Reunion. Reunion? Ja, die Band gab es schonmal in den Achtzigern und man konnte Anfang der Neunziger den Bandcontest „da Capo“ gewinnen. In der regionalen Szene wurde eine Fanbase aufgebaut mit ihren Konzerten, welche aus eigenem, aber eben auch Covermaterial vom Band sowie Motörhead, Metallica, Kiss und Konsorten bestand.

Nach den oft herangezogenen musikalischen Differenzen wurde die Band ad acta gelegt und erst 2008 wieder zum Leben erweckt. Das erste Ergebnis liegt nun mit der EP „Troubleshots (Est. By The Deads Of Human Race)“ vor. Wie schon erwähnt, begibt man sich in Hard Rock-lastige Gefilde, welche von einer eher metallisch geprägten Gitarrenarbeit flankiert werden. Neben melodischeren Tracks wie „Ground Zero“ gibt es aber auch die deutlich raueren Songs wie „Unworthy“, die mit deutlich düsteren und raueren Vocals daher kommen. Ein guter Refrain sorgt für zusätzliche Pluspunkte.

Uptempo-Hard Rock wird beim Opener generiert, ohne aber den melodischen Gesang, der durchaus leichte Verwandtschaft zu alten Hardrocklegenden aufkommen lässt, zu behindern. Wer mehr Groove will, sollte bei dem bösen „Close To Reality“ auf seine Kosten kommen. Das ist nicht schlecht gemacht, aber generell muss man sagen, dass die einzelnen Tracks eher weniger zünden. Das Genrespektrum innerhalb des Rock-Bereiches wird zwar vielfältig genutzt, aber ohne große Melodien ist das Ganze immer recht schwer zu vermitteln. Handwerklich ist sicher alles im grünen Bereich, aber der letzte Funke, der beim Hörer das Feuer entfacht, ist nicht zu finden.

Fazit: Nicht wirklich schlecht, aber auch nicht gerade das, was man sich wünscht. Man zeigt sich wechselhaft und handwerklich begabt. Allerdings sollte man nach dreißig Jahren Musikerfahrung mehr verlangen können. Es wirkt alles ein wenig ausgelutscht. Nette Livemucke für ein Treffen oder einen Abschiedsball, aber nichts, wo man sich gern in die erste Reihe stellt und abfeiern will. Dass es schief gehen kann, wenn man Totes wieder zum Leben erweckt, weiß man spätestens seit „Friedhof der Kuscheltiere“ von Stephen King. Abwechslungsreichtum ist stärker vertreten als Highlights. Schade eigentlich, dennoch ein passables Werk.

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