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Omega Lithium: Dreams In Formaline

Sounddroge mit Nebenwirkungen
Wertung: 6/10
Genre: Industrial Metal/Gothic Metal
Spielzeit: 38:55
Release: 18.09.2009
Label: Drakkar Entertainment

Als eine akustische Droge mit positiver Wirkung bezeichnen sich die Kroaten Omega Lithium – die Zutaten? Harte Metal-Riffs treffen auf elektronische, zumeist Industrial-lastige Klänge und verbinden sich mit dem Gesang der Frontfrau Mya Mortenssen. Vermag es dieses Gemisch aber nun wirklich, den Hörer abhängig zu machen?

Zugegebenermaßen sind positive Effekte vorhanden, doch leider bringt die Sound-Droge auch einige Nebenwirkungen mit sich, die, wer hätte es gedacht, eher negativ zu bewerten sind. Die Mixtur, die die vier vermeintlichen Hobby-Alchemisten zusammengemischt haben, ist dabei gar nicht mal uninteressant: Durch den tiefen Gesang Myas erhält die Musik eine ganz eigene Note, denn hier entzieht man sich tatsächlich sämtlichen genreüblichen Klischees – problematisch dabei ist allerdings, dass die Dame trotz vorhandenen Potentials schonmal ein paar Töne verpasst und man sich nie sicher sein kann, ob die leichten Disharmonien in den Gesangsmelodien nun gewollt oder nicht sind.

Deutlich professioneller klingen da schon die elektronischen Anteile des Albums, die sich problemlos in das Gesamtbild einfügen und es sowohl erreichen, eine geisterhafte Stimmung zu erzeugen als auch einige Riffs noch härter klingen zu lassen – womit auch schon die nächste Nebenwirkung angesprochen wäre. Zwar krachen die Gitarren gerade dank der soliden Produktion recht ordentlich aus den Lautsprechern, doch sucht man Variation beim Riffing vergebens.

Beim eröffnenden Track „Infest“ ist der Hörer ob der interessanten Kombination aus stampfenden Gitarren-Riffs, harten Industrial-Klängen und dem anfangs verzerrtem Sprechgesang, der später zum gewöhnlichen Gesang umschlägt, geneigt, anerkennend mit dem Kopf zu nicken, auch wenn der eher gesichtslose Refrain den Eindruck ein wenig trübt. Schon beim nachfolgenden Song „Stigmata“ erklingt jedoch ein Riff, das dem aus dem vorangegangenen Stück stark ähnelt und erneut wirkt der Refrain wieder reichlich einfallslos – hiermit wären wohl auch die größten negativen Auswirkungen der akustischen Droge genannt, denn diese tauchen unglücklicherweise im Verlauf der CD immer wieder auf.

Trotzdem gibt es auch einige sehr positive Facetten zu erwähnen: Da wäre beispielsweise das starke „My Haunted Self“, das als eines der wenigen Stücke einen Chorus besitzt, der im Ohr hängen bleibt. Während die Strophen entfernt an Evanescence erinnern, erhält Mya im Refrain Verstärkung in Form des Gitarristen Malice Rime, der mit seiner tiefen, rauen Stimme sehr gut den weiblichen Gesang ergänzt. Weitere Songs mit überzeugenden Refrains stellen das recht schnelle „Hollow March“ und „Angel's Holocaust“ dar, bei dem eine Menge männlicher Gesang zu hören ist, der hier auch einmal in klarerer Form zu bewundern ist.

Wenn es einmal ein wenig ruhiger zugeht, wie bei „Snow Red“ oder „Point Blank“, gelingt es dem Quartett zudem mithilfe von melancholischen Keyboard-Melodien ein düsteres Ambiente zu erzeugen, auch wenn die Refrains erneut nicht vollständig begeistern können.Als ebenfalls interessant offenbart sich die textliche Ebene des Albums: Interessante Metaphern, wie zum Beispiel die des Androiden im symphonisch ausgerichteten Stück „Andromeda“, werden verwendet, um Kritik an der Gesellschaft zu üben.

Omega Lithium gelingt es im Endeffekt leider nicht, die Zutaten so zusammenzumischen, dass die Sounddroge wirklich begeistert oder gar süchtig macht, zu viele Schwächen lassen sich noch beim Songwriting feststellen. Riffs und Refrains wiederholen sich und nur wenige Stücke vermögen vollends zu überzeugen – tun sie dies allerdings doch einmal, offenbaren sie auch, dass die Band einiges an Potential vorzuweisen hat. „Dreams In Formaline“ macht zwar mit Faktoren wie dem tiefen Gesang und stellenweise geschickt eingesetzten Synthezisern Eindruck, hinterlässt aber einen faden Nachgeschmack, denn im Gedächtnis bleiben nur sehr wenige der Tracks.

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