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Omega Diatribe: Abstract Ritual

Ausbaufähiger Metal aus Ungarn
Wertung: 8/10
Genre: Neo Thrash Metal / Groove Metal / Djent
Spielzeit: 27:18
Release: 26.02.2015
Label: Independent Ear Records

Ungarn zieht auf dem Metalsektor langsam, aber stetig nach. Nach den Urgesteinen aus dem Land am Balaton, Ektomorf, konnten vor ein paar Jahren auch Dalriada Erfolge in Deutschland und Europa feiern. Jetzt versucht sich eine neue Formation ein internationales Standbein aufzubauen. Stilistisch lässt sich die Truppe mit Dalriada gar nicht und mit Ektomorf nur bedingt vergleichen. Omega Diatribe haben sich einer sehr groovigen Variante des Thrash Metals verschrieben. Stellenweise schnuppert man sogar schon in die Richtung Djent oder Math Metal. Größtenteils kann man die Musik aber mit dem Überbegriff Groove Metal ganz gut abdecken.

Startet man den Tonträger, dann geht es direkt ab in eine düstere Welt. Man könnte die Stimmung als apokalyptisch bezeichnen. Die Riffs auf „Abstract Ritual“ sind unglaublich hart. Dazu gesellt sich ein Drummer, der ganz offensichtlich ganz genau weiß, wie man einem brutalen Sound noch die Krone aufsetzen kann. Diese Aussage muss man aber mit Vorsicht genießen, denn Kevin Talley (Suffocation, ex-Six Feet Under) mischt irgendwie auch noch an den Drums mit. Wo er aber genau zu hören ist, oder was er direkt macht, das wird nicht wirklich ersichtlich. Ein weiterer Wahnsinniger hat sich hinter dem Mikro verschanzt. Gergely Komáromi, so der Name des Vokalisten, plärrt sich hier knapp 30 Minuten lang die Eingeweide heraus. Von der ersten bis zur letzten Minute schreit er wie angeschossen. Dabei bleibt er hauptsächlich im kehligen Schreigesang und wagt sich ab und an auch leicht in den Growlbereich. Lieber weitet er sein Spektrum aber nach oben, das heißt in Richtung Screams, aus. 

Die Gitarristen machen im Gegenzug nicht den leisesten Versuch, aus ihrer gewohnten Umgebung auszubrechen. Das schmälert den Genuss schon deutlich. Es gibt nämlich nicht wenige Bands, die ähnlich klingen wie Omega Diatribe. Wenn man es ganz genau betrachtet, dann muss man sogar noch weiter gehen. Durch die ganze Taktzählerei geht der von der Band angestrebte Groove immer wieder unter. Klar, im Gesamtbild groovt die Sache schon, aber hier könnte man schon noch deutlich mehr aus der guten Grundsubstanz herausholen.

Unabhängig vom Groove scheppert die Musik von Omega Diatribe schon ganz ordentlich. Die Ungarn bedienen sich intelligenter Songstrukturen und haben das Glück auf durchweg überdurchschnittlich gute Musiker zurückgreifen zu können.

Insgesamt betrachtet machen die Ungarn also schon einen guten Eindruck. Es fehlt lediglich an Erkennungsmerkmalen, die sonst niemand verwendet. Als wirklich bemerkenswert muss hier noch mal der Shouter erwähnt werden. Gergely Komáromi macht einen wirklich guten Job. Der Sänger verschafft der Truppe ja eigentlich schon alle wichtigen Merkmale, aber die Instrumentenfraktion zeigt sich zu wenig experimentierfreudig. Daran sollte die Band noch arbeiten.

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