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Omega Crom: Beyond Control

Als anerkannter True-Metaller reinhören
Wertung: 7/10
Genre: Power Metal
Spielzeit: 60:00
Release: 08.08.2014
Label: Metal Revelations

Eigentlich machen die Kanadier von Omega Crom auf ihrem aktuellen Release alles richtig: Das Trio mischt traditionelles Riffing mit modernen Arrangements, rutscht nicht in nervige Happy-Metal-Gefilde ab, hat aber dennoch genügend brauchbare Hooklines am Start, um sich bei Liebhabern klassischer US-Metal-Kost einen Bonus zu erarbeiten. Leider jedoch rutscht "Beyond Control" im letzten Drittel spürbar ab. Mit einem Mal werden wilde Todesblei-Fragmente eingestreut, ein paar weniger gelungene Thrash-Geschichten eingeflochten und alles nur auf die Karte 'so richtig heavy' gesetzt - und mit dieser Entwicklung versauen sich die Nordamerikaner leider einen großen Teil ihrer bis hierhin wirklich exzellenten Arbeit.

Denn bei Nummern wie dem furios startenden "Sundering Blades" oder dem schleppend aufgebauten "Unwanted Hell" wird es keinen Verfechter der reinen Power-Metal-Lehre geben, der nicht steil geht und seine Fäuste reckt. Auch das semi-balladeske "Chaos Theory" überzeugt mit einem tollen Grundarrangement und weiß sich langsam zu steigern, bevor dann in "Infiltrate The System" noch einmal mit mächtiger Riff-Power nachgelegt und in "Blood Red Moon" ein Monument gesetzt wird. Was danach folgt (das abschließende "Land Of Never Was" sei hier mal ausgenommen) ist nicht mehr der Rede wert und beläuft sich auf ein krudes Experimentieren mit genrefremden Mitteln. Manch einer mag das progressiv und wagemutig nennen, das Resultat ist jedoch eher dürftig und abschreckend und schlussendlich nicht mehr der Rede wert - oder eben der üblen Nachrede auf ein eigentlich wirklich gelungenes Album.

Andererseits kann man auch sagen, dass bei einer Trefferquote von 7/10 alles Meckern auf hohem Niveau ist. Doch führt man sich vor Augen, dass die Kanadier auf ihrem zweiten Album den besten Weg eingeschlagen haben, ein echtes Underground-Juwel herauszuhauen, darf man sich berechtigterweise ärgern. Reinhören sollte man als anerkannter True-Metaller dennoch, denn analog zu Bands wie Cage und meinetwegen auch Twisted Tower Dire wird hier saft- und kraftvoll musiziert.

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