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Of The Wand And The Moon: Lucifer

Wird die eigenen Fans sicherlich zufriedenstellen
Wertung: 5.5/10
Genre: Neo Folk
Spielzeit: 39:1
Release: 11.08.2003
Label: Prophecy Productions

Trilogien sind ja im Allgemeinen eine recht beliebte und lukrative Art und Weise, die Fans und das dazugehörige Franchise möglichst recht lange am laufen zu halten. Wobei allerdings gerade in der hiesigen Filmindustrie dann oftmals leider die Devise gilt: Quantität, statt wirklicher Qualität. Aber zum Glück ist auch der durchschnittliche Bürger zu meist mündig genug (und somit in der Lage) für sich selbst zu entscheiden ob er jenen kapitalistischen Mechanismen folgen möchte, oder statt dessen eher sein hart erarbeitetes Geld lieber für andere (und evtl. somit auch innovativere) Konsumleckereien ausgeben möchte.

So weit so gut, was diesen kurzen (marktanalytischen) Überblick bezüglich der heißgeliebten Trilogien anbelangt. Eine Einleitung, die ich deswegen für dieses Review gewählt habe, da vorliegendes Klangwerk “Lucifer“ auch hier den Schlusspunkt einer insgesamt drei Alben umfassenden Reihe darstellt. Begonnen hatte seinerzeit alles im Jahre 1999, als der dänische Musiker Kim Larsen (u.a. auch bekannt von der Band The Loveless) sein Debütwerk “Nighttime Nightrhymes“ veröffentlichte. Ein insgesamt eher minimalistisches Neo-Folk Werk, welches inhaltlich von mystischen und melancholischen Themen durchzogen war. Die konsequente Fortsetzung mit dem Titel “Emptiness:Emptiness:Emptiness“ folgte sodann zwei Jahre später im Jahre 2001.

Wie auch schon beim damaligen Erstlingswerk, waren die geneigten Fans von jener subtilen (und m.u. auch ungewöhnlich finsteren) Atmosphäre voll auf begeistert. Eine Tatsache, die als Folge mit sich brachte, dass Kim Larsen zusammen mit ein paar befreundeten Livemusikern auf Europatour ging. Welche sie u.a. nach Holland, Italien, Belgien, Österreich, Schweiz, Deutschland und (natürlich in ihre Heimat) Dänemark brachte. Nun im Sommer 2003 war es endlich so weit, dass die einst im Jahre 1999 begonnene Trilogie ihren Abschluss fand. Und zwar in dem 8 Tracks umfassenden Album “Lucifer“.

Aber um es gleich auf den Punkt zu bringen: Kim Larsen ging hinsichtlich seiner beiden Vorgänger keine musikalischen Experimente ein und blieb sprichwörtlich bei seinen Leisten. Soll heißen, behäbig-schwere Gesangseinlagen kokettieren mit oftmals hypnotisch wirkenden Akustikgitarren und umschmeicheln nach wie vor sanft das Gehör seiner Gefolgschaft. Die einzige Neuerung ist lediglich die Tatsache, dass – wie der Albumtitel schon verrät – in “Lucifer“ noch kleine, inhaltliche Okkultismuselemente (bzw. Metaphern) ihre Verwendung finden. Da mir allerdings kein Booklet vorliegt, kann ich leider nicht auf etwaige Details diesbezüglich eingehen. Zumal neben der englischen Sprache auch die dänische ihre Verwendung findet in dem gerade einmal 39 Minuten langen Album.

Dennoch ist “Lucifer“ im Gesamtkontext betrachtet ein sehr ruhiges, relaxtes und entspanntes Album geworden. Ganz ohne wirkliche Höhen und Tiefen plätschern die jeweiligen Titel vor sich dahin. Wobei man gerade die letzten beiden Tracks eher als unnötiges Füllwerk abtun kann. Denn ob es wirklich groß Sinn macht, einen Titel wie “Reficul II“ auf CD zu pressen - der lediglich nur aus über 9 Minuten „Gesumme“ besteht und untermalt ist von einer sonoren, sowie unheilschwangeren Geräuschkulisse alá „gespenstische Geisterstunde“ – bleibt ebenso dahingestellt, wie die Tatsache dass der Abschlusstitel “Lucifer“ eine reine A-Capella Version des bereits eh nur mit Akustikgitarre versehenen Originals ist.

Aber sei es drum... Trotz jener Mängel ist “Lucifer“ ein Album geworden, das nicht nur allen Freunden aktuellerer Death in June Werke gefallen könnte. Sondern eben auch die eigenen Fans sicherlich zufriedenstellen wird. Für die Zukunft allerdings bleibt nur zu hoffen, dass Kim Larsen etwas mehr (musikalischen) Mut zum Risiko beweist. Vor allem weil auch jener leichte Nachgeschmack zurück bleibt: Die Songs auf “Lucifer“ entstanden nämlich zeitgleich mit jenen vom 2001er Album “Emptiness:Emptiness:Emptiness“. Und trotz einem Release von ganzen zwei Jahren später brachte man es nicht zu Stande, etwas mehr Abwechslung (oder zumindest etwas mehr Feinarbeit) in Sachen Klangkulisse auf die Beine zu stellen. So etwas ist einfach nur schade, und im Grunde auch sehr bezeichnend...

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