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Of Machines: As If Everything Was Held In Place

Absolut faszinierend
Wertung: 10/10
Genre: Post-Hardcore
Spielzeit: 39:44
Release: 03.03.2009
Label: Rise Records

Das aus Portland stammende Label Rise Records scheint in letzter Zeit ein glückliches Händchen zu haben, was das unter Vertrag nehmen von Newcomern angeht – neben Bands wie Attack Attack! oder In Fear And Faith haben auch die sechs Jungs von Of Machines die Chance erhalten, ein Debüt-Album zu veröffentlichen; getauft wurde es auf den markanten Titel „As If Everything Was Held In Place“.

Of Machines zeichnen sich durch zwei Spezialitäten aus. Zum einen die Gitarren, denn oftmals ist eine entweder treibende oder tragende Rhythmus-Gitarre sehr dezent in den Hintergrund eingefügt um eine harte oder eben harmonische Atmosphäre zu schaffen, während oftmals eine zweite, kaum verzerrte E-Gitarre raffinierte Melodien, die den Songs oftmals einen sehr epischen Touch verleihen, spielt. Allerdings klingen diese Melodien keineswegs überladen, zu dominant oder gar so abwegig technisch und kitschig, wie bei vielen anderen Gitarren-Solos, die gerne mal an Gameboy-Gedudel erinnern. Zum anderen ist das Organ des Sängers etwas ganz Besonderes – man denkt häufig, dass sich die mal sehr klare, mal raue und krächzendere Stimme doch genau jetzt überschlagen müsste, aber dann pendelt sie sich im letzten Moment wieder auf der Scheidelinie zwischen Gesang und Screams ein und bietet eine absolut fantastische Mischung aus großartigen, klar gesungenen Melodien und regelrecht geschrienen, hoffnungsvollen und zugleich hoffnungslos verzweifelten Screams – zudem gibt es noch einen zweiten Shouter in der Band, der für die nötige Härte sorgt.

So geschehen bei „Reset, Reflect“: Ein groovendes Pattern des sehr dominant gemasterten Drums eröffnet den Song, der kurz darauf im Wechsel Screams und klare Strophen mit vielseitiger Gitarren-Unterstützung präsentiert. Im Finale des Songs werden zahlreiche Gesangsspuren aller Art übereinander gelegt, die Gitarristen versuchen sich gegenseitig an die Wand zu spielen und es entsteht ein unfassbar tiefer, druckvoller Sound. Der Titelsong „As If Everything Was Held In Place“ ist etwas härter gehalten, der Anteil der Screams überwiegt, ohne jedoch die Melodien zu vernachlässigen, auch scheut man nicht davor zurück, durch Keyboards bzw. Synthesizer einige interessante Elemente in den Sound mit einzuflechten und so den ein oder anderen raffinierten Break zu kreieren. Der letzte Track „An Autobiography“ ist grundsätzlich ähnlich aufgebaut wie „Sailing Alone“ – der Anfang ist bei beiden sehr harmonisch und melodisch, bei ersterem, zunächst lediglich instrumentalem Track dominiert das Schlagzeug, bei dem abschließenden Lied steht der ausschließlich klare Gesang im Vordergrund.  Etwa ab der Mitte powern beide Songs unhaltbar los, man schreit sich die Seele aus dem Leib, will gleichzeitig Schlagzeug spielen auf allem was man gerade in die Finger bekommen kann und Luft-Gitarre spielen, mitsingen natürlich auch nicht zu vergessen. Besonders die Gitarren überzeugen wieder durch die sehr gegensätzlichen Spielweisen.

Für mich ist diese Scheibe schon jetzt eines der interessantesten Alben des Jahres, die Songs überzeugen ohne Ausnahme und der Gesang wie auch die Gitarren sind einmalig. Aber auch das Schlagzeug kommt dank des sehr fetten Masterings nicht zu kurz, genau wie der Bass, der perfekt im Hintergrund die Atmosphäre unterstützt ohne jedoch bewusst wahrgenommen zu werden. Auf allen Bereichen vollkommend überzeugend – wer das Genre mag, wird diese Band lieben!

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