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Oceano: Depths

Ungekannte Brutalität in beklemmender Stimmung
Wertung: 9.5/10
Genre: Deathcore
Spielzeit: 51:05
Release: 07.04.2009
Label: Earache Records

Wer hätte gedacht, dass sich hinter dem Namen "Oceano" eine der brutalsten Deathcore-Bands der heutigen Zeit verbirgt? Die Band rechtfertigt diesen Namen mit der Erklärung, dass die Ruhe, der Frieden und die Stille eines Ozeans in Sekundenschnelle in zerstörerische Stürme und massive Naturgewalten aus der dunkelsten Tiefe des Meeres umschwenken können.

Stürmisch beginnt auch das Debüt-Album „Depths“ – eine scheinbar trügerische Stille bauscht sich im Intro „Descent“ auf und entlädt sich in den Blasts des ersten Songs „Inhuman Affliction“. Deathcore-charakteristische, an und für sich recht simple und abgehackte Riffs - keine typischen Stakkato-Riffs – verleihen den Songs eine schwere, drückende Stimmung. Im weiteren Verlauf des ersten Songs ändert sich das Riffing ungefähr ab der Hälfte massiv, sehr düstere, klage Klänge ertönen und sollten in Kombination mit den Riffs der Rhythmus-Gitarre niemanden mehr still stehen lassen.

Generell hat die Band ein unfassbar gutes Händchen für geisterhafte, beklemmende Melodien und bringt diese mit einer ungeahnten Brutalität in Verbindung, die insbesondere auch auf das extreme Organ des Sängers Adam zurückzuführen ist. Durch massives Inhaling klingen die Growls erschreckend tief und aggressiv, teilweise gehen sie auch nahtlos in brutale, sehr tiefe Pig Squeals übergehen, wodurch zusätzlich noch sehr tiefe Grunts entstehen. Auch an Black Metal erinnerndes Keifen und Krächzen – partiell ebenfalls inhaled - gehört zum Repertoire des Frontmannes und findet seinen Einsatz beispielsweise bei den Breaks des Songs „A Mandatory Sacrifice“. Auch die rhythmische Fraktion der Band weiß zu überzeugen, so ist der instrumentale Titelsong anfangs äußerst rhythmisch gehalten und Melodie wird lediglich durch eine dezent im Hintergrund gehaltene E-Gitarre erzeugt, die jedoch später in klaren Solo-Passagen endet, bevor der Song erneut mit schweren Breakdown-artigen Riffs verstummt. Auch der Folgesong „District Of Misery“ beginnt lediglich mit Rhythmus-Gitarre und Schlagzeug – gefolgt von Growls und anschließenden Blasts, die partiell wieder durch unheimliche Melodien unterstützt werden, bei denen die Band vor Experimenten keineswegs zurückschreckt – so findet man hin und wieder bei genauem Zuhören sogar einige orchestrale Elemente im Klanggerüst wieder.

Mein absoluter Favorit des Albums ist der stampfende Track „With Legions“, der sich unaufhaltsam seinen Weg in einen jeden Gehörgang bahnt – zu Beginn vernimmt man an Hörner erinnernde Klänge in Verbindung mit treibenden Bassdrum-Anschlägen, die kurz vor Mitte des Songs mit Gitarren- und reichlich Becken-Einsatz in dem wohl besten Breakdown enden, den ich jemals gehört habe. Dieser zeichnet sich nicht durch einen besonders krassen oder brachialen Bruch im Sound aus, sondern besticht durch die epische Vielschichtigkeit, die sich entladende Spannung, die schauerliche Atmosphäre und das beängstigend brutale Organ des Sängers.

Oceano verstehen es wie kaum eine zweite Band, ihre Wut in Musik auszudrücken. Minimale, experimentelle Momente wie orchestrale Klänge, Hörner, Gong-Anschläge oder Stimm-Verzerrung bis hin zu tiefer gepitchtem Gelächter finden Einzug in eine kaum gekannte Härte des Deathcore-Genres – wer sich gekonnt das Gehirn wegpusten lassen möchte, ist mit dieser Band allerbestens beraten.

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