Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Ocean Within: Spells Of Coming

Technisch, melodisch, brutal
Wertung: 8/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 10:52
Release: 02.11.2009
Label: Eigenproduktion

Die Finnen Ocean Within gibt es zwar erst seit 2008, allerdings klingen ihre Songs bereits so, also würde die Gruppe schon seit Kindheitstagen gemeinsam musizieren. Mit technisch anspruchsvollem Metalcore, der sowohl auf brutaler Ebene mit mitreißenden Riffs überzeugt, als auch mit klarem Gesang und gelegentlichen Keyboard-Einlagen auftrumpfen kann, versucht die Band, sich nun eine solide Fanbasis aufzubauen – und das sollte mit diesen Tracks auch kein allzu großes Problem darstellen.

Der Titeltrack „Spells Of Coming“ stellt auch den Opener dar und lässt sofort Vergleiche zu den ebenfalls auf Finnland stammenden Circle Of Contempt zu. Nicht weniger kraftvoll, als es bei den Kollegen der Fall ist, aber zugleich herrlich harmonisch ist der geschriene Refrain dieses Songs; gerade das abgehackte, aber auch technische Riffing sowie die Struktur und Art des Songwritings weisen einige Parallelen auf. Bei dem zweiten Song, „Tyrchia“, der zu Anfang vor allem auf wuchtiges Breakdown-Riffing gestützt ist, überrascht vor allem das grandiose Finale, das in angenehmem Klargesang unterstützt von furiosen, kaum verzerrten Gitarrenparts endet, die so schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Leider weist diese Demo-EP insgesamt nur drei Tracks auf, sodass der Song „Decline And Collapse“ bereits der letzte ist. Hier geht man noch mal sehr brutal zu Werke, schraubt das Tempo etwas hoch und versucht gekonnt, mit atmosphärischer Gitarrenarbeit immer mehr und mehr Spannung aufzubauen, die sich nicht nur in wuchtigen und gut zum Headbangen geeigneten Rhythmen, sondern auch in epischen, fein durchdachten Gitarrenklängen entlädt. Ocean Within machen wirklich alles richtig – die geschrienen Vocals sind emotional und super verzerrt, die Gitarren schön aggressiv ohne dabei die melodischen Aspekte zu vernachlässigen und bestechen sowohl mit kräftig verzerrten Rhythmus- und Breakdown-Riffs, als auch mit klareren Passagen. Der Klargesang klingt zwar ein wenig danach, als wäre noch mit dem Computer etwas nachgeholfen worden, allerdings stört dies kaum, da die Melodie stimmig und angenehm anzuhören ist. Schlagzeugtechnisch kann man sich ebenfalls nicht beklagen – Schlagzeug und Bass bilden ein solides und starkes Fundament, auf dem die Gitarristen und der Frontmann dann die filigranen Melodiebögen aufbauen können.

Schade, dass man hier nur drei Songs geboten kommt: Diese Demo-EP macht definitiv Hunger auf mehr – viel mehr. Ocean Within kann man als den kleinen Bruder von Circle Of Contempt betrachten, denn beide Bands klingen enorm ähnlich und sind was Songwriting, Klasse der Songs und Atmosphäre angeht nahezu auf einer Wellenlänge. Zwar muten die Songs von Circle Of Contempt ab und an noch eine Spur technischer an, allerdings klingen dafür die Werke von Ocean Within ein klein wenig mehr danach, als wären sie aus einem Guss, da die Riffs etwas eingängiger und nicht dauerhaft zu abgehackt sind.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna