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Obscurity: Obscurity

Pagan Metal der höheren Kunst
Wertung: 8.5/10
Genre: Pagan Metal / Viking Metal
Spielzeit: 51:11
Release: 19.10.2012
Label: Trollzorn / SMP

In zwölf Jahren haben Obscurity sechs Alben veröffentlicht, zumindest, wenn man das ganz neue Werk schon mitzählt. Das ist eine ganz respektable Anzahl. Das sechste Album hat als Albumtitel nun sogar den Bandnamen bekommen. Wird die Scheibe der Selbstbetitelung gerecht?

Die Eckdaten lesen sich schon ganz angenehm. Die Platte enthält elf Songs und bringt es auf eine Spielzeit von gut 50 Minuten. Optisch kann das Teil durchaus auch überzeugen. Das Cover ist gut gewählt und verrät nicht zu viel auf den ersten Blick. Nun ist es also Zeit, die Platte aufzulegen.

Den ersten Eindruck vermittelt der Sound. Ungewöhnlich sauber kommt der Rundling für eine Viking-, Black-, Paganproduktion daher. Den Black Metal können wir eigentlich gleich wieder streichen. Auch wenn die Band ihre Musikrichtung so angibt, weisen nur sehr kleine Fitzelchen auf schwarzmetallische Hintergründe hin. Diese werden größtenteils durch den viel zu geilen Sound vernichtet. Textlich kann man, wenn man unbedingt will, schon noch einzelne Fäden zum Black Metal ziehen, aber viele Verbindungen sind auch da nicht zu finden.

Im Vordergrund stehen eindeutig der Gesang, das Schlagzeug und (Obacht!) der Bass. Es ist kaum zu glauben, dass dem Saiteninstrument mit absolutem Schattendasein hier wirklich viel Platz eingeräumt wird. Das Konzept geht auf. Die Gitarren sind immer noch präsent und die Rhythmusgruppe sorgt für den nötigen groovigen Dampf. Obscurity können nämlich ganz schön schnell losprügeln („Germanenblut“), aber eben auch fett grooven („Obscurity“, „Strandhogg“). Eben bei diesen Stücken zahlt sich die betonte Rhythmusfraktion stark aus.

Wenn die Scheibe das erste Mal auf dem Teller rotiert, drängt sich unweigerlich der Vergleich mit Varg auf. Textlich und musikalisch lässt sich eine gewisse Nähe nicht leugnen. Gerade Songtexte wie „Blutmondzeit“, „Weltenbrand“ oder auch „Fimbulwinter“ lassen sich fast beliebig zwischen den beiden (und auch anderen Bands des Viking oder Pagan Metals) Bands austauschen.

Bietet die CD auch etwas eigenständiges neben dem Sound? Ja, jede Menge sogar. Die eben gezogenen Parallelen existieren zwar tatsächlich, sie sind aber sehr nebensächlich.

Eigenständig macht sich die Gruppe vor allem auch durch Frontmann Agalaz. Wenn er sich von der Singart auch nicht weit von ähnlichen Bands abhebt, so kann er aber mit seiner Stimme trotzdem voll überzeugen. Voll im wahrsten Sinne des Wortes. Trotz des kehligen Kreischgesangs klingt der Gesang eben immer noch nach Gesang und nicht nach einem Menschen in einer 500-Tonnen-Presse. Von ganz tiefen und voluminösen Tönen erstreckt sich das Gesangsspektrum über den meist verwendeten kehligen Sound bis hin zu spitzen Schreien, die selten, aber gut platziert vorkommen.

Im Ganzen betrachtet liefern Obscurity ein schönes Werk ab, das sich in vielen Feinheiten von der Masse abhebt. Um diese Feinheiten zu erkennen, muss man sich allerdings schon einmal die Mühe machen, sich mit der Platte auseinanderzusetzen.

Der Genrefan kann völlig bedenkenlos zugreifen. Allen anderen sei die Scheibe als gutes Beispiel für wertigen Metal auch ans Herz gelegt. Wenn man die Gelegenheit hat, dann sollte man zumindest mal in die Platte reinhören. Es kann sich lohnen.

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