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Obscenity: Atrophied In Anguish

Solides Comeback-Album
Wertung: 7.5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 37:30
Release: 14.09.2012
Label: Apostasy Records

Manch ein Leser wird sich etwas verwundet die Augen reiben, wenn er in einer aktuellen Rezension den Namen Obscenity ließt. Eigentlich hatte sich die deutschen Death-Metal-Urgesteine auch im Jahre 2009 aufgelöst, die Trennung war allerdings nicht von langer Dauer. Bereits ein Jahr nach dem Ende der Band begann Gitarrist Hendrik Bruns, die Band neu aufzubauen. Anno 2012 kehren Obscenity nun mit ihrem mittlerweile achten Studio-Album „Atrophied In Anguish“ und neuem Label auf die Bühnen zurück.

Musikalisch hat sich auch im dreiundzwanzigsten Jahr des Bestehens der Band wenig verändert. Auch das neue Album wartet mit dem typischen Death Metal auf, den man vom Quintett gewohnt ist. Insgesamt könnte man den Sound als eine Mischung aus klassischem Old School Death Metal und der etwas melodischeren Göteborger-Schule beschreiben. Nicht selten klingt der Fünfer dabei recht deutlich nach den Genre-Titanen von Hypocrisy, ein Vergleich der durch die Stimme von Neu-Sänger Jeff Rudes begünstigt wird. Diese weist nämlich sehr deutliche Parallelen zu Peter Tägtgren auf, was durchaus als Kompliment aufzufassen ist.

Auch der Opener des Albums unterstreicht die Parallele zu den Schweden. „Erase The Divine“ hätte mit seinen tollen Melodien und dem starken Refrain durchaus auch auf eine der letzten Hypocrisy-Alben gepasst. Insgesamt ist es ein sehr guter Auftakt, der von einem tollen Gitarren-Solo gekrönt wird. Mit „All You Can Kill“ geht es dann in der Folge etwas härter zu Werke, weniger Melodie und dafür mehr Blast-Beats bestimmen diesen Track, der vor allem durch die wilden Growls von Jeff Rudes besticht. In der Folge flacht dann allerdings der Spannungsbogen leider deutlich ab, zu ähnlich sind sich die einzelnen Songs und gerade in der Mitte des Albums fehlt einfach ein wenig die Abwechslung. Erst zum Ende hin können die Deutschen wieder vollständig überzeugen, wobei insbesondere „Monoistic Living“ und das, mit hervorragenden Gitarren-Riffs glänzende „Hysterical Illsuion“ glänzen können.

Einen großen Pluspunkt markiert außerdem der Sound von „Atrophied In Anguish“. Hier geht es, passend zum eher klassisch angehauchten Death Metal des Quintetts, analog zu. Keine Trigger oder digitalen Soundspielereien, stattdessen regieren hier gute alte Röhrenverstärker und ein natürlicher Schlagzeug-Sound. Insgesamt bietet das gerade in der heutigen Musiklandschaft eine herrliche Abwechslung und nicht selten kommen beim Hörer nostalgische Erinnerungen auf, an die herausragenden Death-Metal-Alben der Neunziger.

Alles in allem ist Obscenity mit ihrem neuen Album ein solides Comeback geglückt. Zwar schafft es das Quintett nicht, den Spannungsbogen über die gesamte Spielzeit hin zu halten, mit Songs wie „Erase The Divine“ oder „Hysterical Illusion“ liefern sie gleichzeitig Songs ab, an denen jeder Fan des Death Metals der Neunziger seine helle Freude haben wird. Abgerundet wird das Album von einem wohltuend klassischen Sound, der trotzdem zu keiner Zeit den nötigen Druck vermissen lässt. Fans der Band und vor allem auch Old-School-Death-Metal-Liebhaber können hier bedenkenlos zugreifen

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