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Obliteration: Perpetual Decay

"Ganz nett" ist der kleine Bruder von...
Wertung: 5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 34:0
Release: 28.05.2007
Label: Peaceville

Unleserlicher Schriftzug, die Band beim Label von Nocturno Culto unter Vertrag und Fenriz schwärmt sich einen Wolf über Obliteration! Trotz dieser Fakten spielen die Norweger, die im Übrigen aus derselben Stadt wie Darkthrone kommen, keinen Black, sondern Death Metal. Und wenn man Fenriz „kennt“, weiß man, dass er es nicht so sehr mit progressiven Klängen hat, sondern viel mehr Wert auf Spirit und eine gewisse Primitivität legt. Demzufolge orientiert sich die Band eher an „Scream Bloody Gore“ als an „Human“ (wem das nichts sagt: Ab in die Ecke und Death Metal Historie büffeln!).

Der Opener pflügt sich direkt ins Gehör und geht von dort nicht so schnell wieder weg. Die Produktion ist „grim and dry as pulverized skins“, wie Fenriz so treffend schreibt. Das Riffing klingt teilweise extrem kalifornisch und auch vocalmäßig sind keine Experimente eingegangen worden. Man meint wirklich, eine alte Aufnahme von Chuck Schuldiner (R.I.P.) zu hören. Wie erwähnt, Obliteration arbeiten sehr offen mit ihren Einflüssen. „The Abominator“ zum Beispiel hat zunächst starke Ähnlichkeiten mit „In The Name Of God“ von Unleashed, um dann in einen Brecher umzuschlagen, der auch Dismember gut zu Gesicht stehen würde.

Der zweiminütige Hassbatzen „Breeding The Sick“ offenbart den noch heute starken Einfluss des deutschen Thrash Metals der Achtziger auf all die extremen Bands unserer Welt. Das man „Repent“ etwas langsamer (was nicht viel heißt) zu Werke geht, tut der Abwechslung gut. Denn schon hier machen sich Ermüdungserscheinungen breit, die primitive Musik nun einmal mit sich bringt.

„Instrumental“ erklärt sich von selbst und stellt sich trotz bzw. wegen dem Fehlen von Gesang als kleines Highlight heraus. An so etwas kranken Obliteration nämlich: Ihnen fehlen einfach die wirklich magischen Riffs und in Kombination mit dem sehr eintönigen Gesang kommt einfach nicht das Feeling auf, was Death Metal braucht.

Den Rest der Platte kann man schnell abhandeln....irgendwie passiert mir das in letzter Zeit öfters.... Einen wirklichen Absturz gibt es nirgends zu vermerken und manchmal gibt es ein paar coole Breaks zu beklatschen. Ich muss aber wohl nicht erwähnen, dass das beim überschwemmten Markt einfach nicht genug ist. Es werden wild Bands wie Slayer, Morbid Angel, frühe Death, Dismember, Kreator und Deicide zitiert, ohne dabei allzu platt kopiert zu werden. Das Ganze klingt dann so unglaublich nach „Eigentlich ganz nett“, dass es nicht mehr feierlich ist. Das ist das Schlimme an Durchschnitt: Man kann solche Platten nicht einmal richtig schön zerfetzen. Es fehlen schlicht und ergreifend die Worte, um das Gehörte wiederzugeben.

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