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Obituary: Xecutioners Return

Nur Kult allein schreibt keine hervorragenden Alben
Wertung: 6/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 40:43
Release: 24.08.2007
Label: Candlelight Records

23 Jahre stampfen die Herren aus den US of A nun schon durch die Musiklandschaft und sind dem Genre des Death Metal immer treu geblieben. Alle Achtung wenn man bedenkt, dass mit moderneren Klängen weitaus mehr Paste zu verdienen wäre. Doch wer schon einmal das Glück hatte, mit den Jungs persönlich sprechen zu können, der wird schnell gemerkt haben, dass es bei dieser Band nicht vordergründig um Kohle geht. Ob bei der vorangegangenen Reunion alleine der musikalische Aspekt eine Rolle gespielt hat, sei mal dahingestellt.

Was man definitiv von „Xecutioners Return“ nicht erwarten darf, dass sind wirklich neue Impulse im Bandsound. Ok, es gibt im Gegensatz zu „Frozen In Time“ viele Solos von Neuzugang Ralph Santolla zu bestaunen und bei einem Song schlägt dir ne punkige Handkante ins Genick. Doch das war es dann auch schon. Regiert wird hier wie immer mit stumpfen Riffs, die entweder Liebhaber finden oder nur auf Ablehnung stoßen. Dazwischen ist mir noch nix untergekommen.

Das Label steckt jedenfalls die Erwartungen an die Platte sehr hoch und rechnet mit dem bisherigen Verkaufsschlager der Labelgeschichte. Alle Achtung. Vielleicht haben sie deshalb einen asozialen Kopierschutz für die Promo verwandt, der alle meine Player nur dumm dastehen ließ. So musste ich mir das Teil über „Umwege“ besorgen. Schutz des Urheberrechts hin oder her…wenn sie diesen Kopierschutz auch auf der normalen Version des Albums verwenden, dann gute Nacht für nicht wenige Käufer.

Eines vorab: mit dem stumpfen Riffing von Obituary konnte ich noch nie wirklich etwas anfangen, obwohl ich halstief im Death Metal verwurzelt bin. Daher wird auch diese Scheibe nicht den Weg in mein Platten-/CD-Regal finden. Trotzdem kann man nicht von der Hand weisen, dass die Florida-Sippe ein paar wirklich herausragende Tracks zusammengebastelt hat. „Face Your God“ und „Lasting Presence” lassen die Scheibe gleich zu Anfang wie einen verhaltenen D-Zug in die Gehörgänge schießen. Das thrasht es nach vorne, ohne irgendwelche Gefangenen zu machen. Die Solos sind schick eingeflochten und das Riffing passt wie Arsch auf Eimer. Keine exklusiven Gourmethappen, doch solide Kost.

Köstlich wird’s erst mit „Evil Ways”. Hier gibt es die unbarmherzige Groovekeule, die keinen kalt lassen sollte. Wer sich dazu nicht bewegt, der ist tot. Hitpotential, ohne Frage. So plätschert das Album bis „Seal Your Fate“ mal groovend, mal etwas schneller vor sich hin. Dann jedoch gibt es die eingangs genannte Punkschlagseite mit Crusteinschlag. Live sollte der Song noch intensiver funktionieren als das Groovemonster „Evil Ways“.

Hm, naja, das war es dann schon. Mehr hat „Xecutioners Return“ nicht zu bieten. Der Rest wird bestimmt von monotonen Riffs und von vor sich hin plätschernden Kompositionen. Schade schade.

Ja, ich muss es klar zugeben. Diese Band hat Geschichte mitgeschrieben. Leider lebt sie heute auch nur noch davon. Müssten Obituary heuer als Newcomer mit solchen Scheiben starten, würden sie nicht weit kommen. Davon bin ich überzeugt.

Alte Fans, die bisher alle Scheiben von Obituary im Schrank zu stehen haben, können zuschlagen. Alle diejenigen, welche dem Sound der Band nie zugetan waren, können das Album gepflegt ignorieren. Bleibt zu hoffen, dass der Band die alten, treuen Fans noch lange erhalten bleiben. Wenn nicht, sehe ich die Talsohle trotz ein paar wirklich guter Songs in greifbarer Nähe. Nur Kult allein schreibt keine hervorragenden Alben. Thats it!

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